Etwas mulmig ist mir schon, aber was solls. Jetzt bin
ich schon auf dem Weg nach Frankfurt und gleich werde ich Markus
treffen. Morgen gehts dann weiter nach Malta und von dort dann mit einer Cessna
172 nach Tunesien.
Wenigstens ist das Wasser warm und nicht so wie damals mit
der C 185 das Eismeer... Also erfrieren werden wir schon mal nicht, bei einer
Wasserlandung...
Die Nacht verbringen wir bei einem Kollegen von Markus in Heidelberg. "Eh nur eine Stunde von Frankfurt entfernt" - das heißt um halb sieben aufstehen und los... und schon sitzen wir im Flieger nach Malta, wo wir gleich Ray treffen werden, der uns zu unserer Cessna bringt. Noch ein bisschen Papierkram und einen Checkflug und dann machen wir uns auf den langen Weg nach Tunis.
Nach eineinhalb Stunden taucht plötzlich eine Insel im Dunst auf. Das schaut irgendwie gespenstisch aus... Vielleicht Atlantis? Egal, weiter geht's und schon bald sehe ich tunesisches Festland. Trotz 25 Knoten Crosswind legt Markus eine ausgezeichnete Landung hin. Das Bodenpersonal in Tunis ist sehr freundlich. Ray hat uns noch eine Kontaktperson organisiert, die sich jetzt um alles kümmert und uns durch die ewigen Kontrollen schleust. Und schon haben wir Registrationskarten Nummer 3 und 4 ausgefüllt (1 und 2 waren bei der Einreise nach Malta). Wir bezahlen noch schnell den Sprit und flitzen dann ins klimatisierte Hotel. Diese Hitze macht uns doch ganz schön zu schaffen.
Im Hotel starten wir die Flugplanung für die nächsten Tage. Wir erstellen einen Zeitplan, den wir dann, da er von der Behörde genehmigt werden muß, einhalten müssen. Also Tabarka, Monastir, Gafsa, Touzeur,... Nach zweieinhalb Stunden gönnen wir uns mal eine Pause und gehen essen.
Tag 2, ausgeschlafen... na ja, mehr oder weniger...
geht's wieder zum Flughafen. Landegebühr bezahlen, Flugplan aufgeben, Proviant
kaufen wieder mal Karten ausfüllen und los nach Tabarka.
Tabarka liegt an der
Nordküste Tunesiens am Meer.
Auch hier wieder Karten ausfüllen, und ab geht's
in die Stadt, oder besser gesagt in die Zone Touristique.Schließlich wollen
wir nicht nur Flugplätze sondern auch die Umgebung abchecken.

Alle hier sind sehr freundlich und zuvorkommend und helfen uns gerne weiter. Zurück am Flugplatz sprechen wir noch mit den zuständigen Personen um uns einige Informationen zum Platz zu holen und fliegen dann wieder quer durchs Land nach Monastir um dort zu tanken und die Nacht zu verbringen. Natürlich auch hier wieder Registrationskarten am Flughafen und im Hotel
.
Am nächsten Morgen fliegen wir nach Gafsa. Ein kleiner
halb miliärischer / halb ziviler Flughafen mitten in der tunesischen Wüste.
Auch hier sind wieder alle sehr freundlich. Wir haben einige
Verständigungsschwierigkeiten, da hier nur Französisch :-) und Arabisch
gesprochen wird, aber mit Hilfe von Markus' Französischkenntnissen aus der
Mittelschule und Englisch kriegen wir die nötigen Informationen und machen uns
auch hier wieder auf den Weg in die Stadt um uns ein Hotel anzuschauen. Der Herr
an der Rezeption macht uns auch gleich ein gutes Angebot und läd uns zum
Mittagessen ein, was wir natürlich nicht abschlagen.

Unser nächster Stop ist Touzeur, eine Oase im Landesinneren.
Hier wollen wir auch über Nacht bleiben. Hier stehen zwei Boeing
747 und wir kriegen unseren Parkplatz, zur Freude von Markus direkt in der
Mitte.
Nach vier weiteren Registrationskarten und 40°C im Schatten liegen wir
endlich am Hotelpool und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Man sollte
fast meinen, daß es in der Nacht in der Wüste kalt wird. Irrtum. Bei unserem
nächtlichen Spaziergang durch die Stadt hat es immer noch fast 30°C. Die Oase
ist riesig und wir treffen einen jungen Einheimischen, Jounes, der uns ein wenig
herumführt und uns in die Geheimnisse der tunesischen Küche einweiht.
Am Samstag geht's dann zurück nach Monastir zum auftanken und nach Sfax, einem sehr unsympatischen Ort, wo wir nicht lange bleiben. Wir wollen nach Djerba, eine Insel, die auf der Karte eigentlich ziemlich schön aussieht. Tja, so kann man sich täuschen. Wir bleiben also nur über Nacht und fliegen zu Mittag wieder nach Malta, wo uns Ray erwartet und uns zum Hotel bringt, wo wir unsere insgesamt 26 und letzte Registrationskarte ausfüllen.
Trotz der kurzen Zeit, die Markus und ich in Tunesien verbracht haben, haben wir viel gesehen und gelernt (zum Beispiel wissen wir jetzt beide unsere Passnummer auswendig...). Es war sehr anstrengend, teilweise mühsam, heiß aber vor allem schön! Danke Markus für die schöne Woche!!
Uschi
würdest Du zu einem PINK Boogie nach Tunesien kommen (voraussichtlicher
Termin: Anfang Februar 2001)? Unter welchen Voraussetzungen? Mail
mir doch Deine Meinung!
Springen aus der Pink Skyvan * Tandemspringen und Fallschirmausbildung * Ballonfahren * Skystunts.com * e-mail an office@pink.at
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