Tozeur Aktuell

TagebuchversuchTozeur 2002

Seit heute haben wir wirklich alle erforderlichen Genehmigungen. Nicht nur bei unserem tunesischen Kontaktmann Lotfi Bourgiba, nein, sie sind sogar ausgedruckt hier bei uns in Wien am Schreibtisch!! Juhuu... ich glaubs noch gar nicht... Wir treffen die letzten Vorbereitungen zum Abflug der PINK am Sonntag oder Montag nach Tozeur. Thomas vergnügt sich derweil auf irgendeiner schneebedeckten Piste beim Snowboarden. Das hat er sich auch verdient! Phillip bereitet sich auch schon auf den 8 Std. langen Flug vor. Ich richte derweil die die Tonnen an Zeug her, die wir dann in die PINK laden werden :-) Darunter natürlich auch die Schlauchboote, Skybälle, Fahnen und was man sonst noch so zum überleben braucht. Für alle, die's interessiert haben wir HIER ein paar Tipps zusammengeschrieben, die einem die Reise nach, das Ankommen und den Aufenthalt in Tozeur etwas erleichtern sollen.

Anmelden kann man sich natürlich auch noch. Karin bearbeitet alle Anmeldungen sofort und bucht Flüge und Hotelzimmer.

Uschi



Tag 1: Sonntag, 20.1.2002 - PINK-Transfer Wien-Rom-Tozeur und Ankunft in der Sonne

Treffpunkt war um 8 Uhr in Wr. Neustadt am Flughafen - Morgensport war angesagt. Und zwar Flieger einräumen. Tonnen an Gepäck und Freifallutensilien richtig zu stapeln, zu verzurren und für die Mitflieger auch noch Platz zu haben, um 9 waren wir fertig - tolle Leistung ! Um 9 Uhr 30 heben wir ab Richtung Süden, Richtung Rom Ciampino. 

Schnee begleitet uns bis an die Tore Roms, Petr ist unser rasender Reporter im Flieger, nur von Rom am Boden hat er nix - ihm fällt bei der Landung die Kamera aus der Hand. War eh nicht so interessant - bis auf beim rausgehen aus dem Flughafengebäude, als wir alle durch den X-Ray gingen und dieser natürlich piepte, was aber keinen interessierte. Nun gut, die hatten eher Augen für den komischen bunten Flieger draussen am Rollfeld.

Der zweite Teil des Ferryfluges war umso schöner. Hier einige Bilder

 

Noch Wolken über Tunesien, macht nichts. Der Zwischenstopp in Tunis wurde aufgrund des guten Rückenwinds gestrichen, 

Hurraaah nur mehr ein bisschen mehr als eine Stunde nach Tozeur
Gafsa neben uns, jetzt sind es nur mehr 22 Minuten, man beachte das Wetter!

So landeten wir um 16 Uhr bei strahlenden blauen Himmel in Tozeur. Alle raus aus dem Flieger, alle raus aus den Pullovern - 22 Grad, wie gewohnt keine Wolke am Himmel. Die Feuerwehr ist auch wieder da, und überall winken uns die Flughafenbeamte zu - wir sind wohl noch bekannt !!

Zoll ok, ins Taxi (Hallo Herr Nomade) und ins Hotel. Die Piloten stürmen in die Bar, alle anderen setzen sich noch zu einem Planungsgespräch zusammen. - Heute ist es Wolf, der diesen Bericht schreibt.
Und morgen gehts los mit dem Hupfen - Hurra !!

Wolf 



 

Montag, 21.1.
Guten Morgen um 8:30. Blue Skies, 14 Grad, auf zum Flugplatz, dort die wichtigen Leute treffen.....
Nach allseitigem Händeschütteln mit den Leuten vom Flugplatz und anderen alten Freunden (die Tunesier sind extrem freundliche Leute) geht es dann los zum ersten Hupfer des Tozeur 2002 Boogies!
Auf Bitte von Klaus wollen wir hier auch gleich einen Aufruf an Björn richten sein Reserve-Pack Equipment auch ja nicht zu vergessen, den Reserven kann es auch beim ersten Hupfer in der Wüste geben ;)
Aber trotz kurzem Kappe-suchen (welche innerhalb von Millisekunden nach dem Aufschlag von hunderten Kindern umgeben ist) gehts schon zum zweiten Sprung.
Abends beim Bier auf der Hotel-Terasse meint Peter: "Wie in die richtige Wiste hamma in der Nacht a bisserl kalt", er empfiehlt: "am Abend bei Saufen bisserl mehr bekleidet". Aber trotz abendlicher Kühle, ist es wunderschön auf der Terasse zu sitzen und den Sonnenuntergang zu genießen.

Phillip



Dienstag, 22.1
Es war ein anstrengender Tag. Nach dem Guten-Morgen-Spaziergang zum Flughafen bei Temperaturen, die zum Schwitzen anregten, machten wir ein kleines Hüpferlein nach Oung el Chamel (Tatooine von Star Wars). Natürlich warteten dort schon wieder unsere altbekannten Kamele für eine Photosession - a la Pink frisst Kamel.

Nachdem wir das Kamel gerettet hatten, wollten wir nach Tozeur zurückspringen - die Landung mitten in der Wüste fanden die Controller aber nicht so witzig, und so landeten wir wieder mit dem Flieger in Touzeur.

Macht nix, denn inzwischen wurde das Problem gelöst. Die Landezonen speziell für Schüler wurden inzwischen auch schon markiert, das ganze hier herunten nimmt inzwischen Drop-Zonen-Charakter an, und Tozeur kennt uns auch schon wieder.

Aja, und Sonnenbrände sieht man auch schon - wir sehnen uns nach Schneeregen ;-))))

Noch ein paar Photos zum lange-Zähne-kriegen, bis morgen, Wolf

Mittwoch, 23.1
Es ist eigentlich interessant - alle Genehmigungen am Papier zu haben, ist die eine Sache - aber die bewilligten Aktionen in die Realität umzusetzen, die andere. In diesem Jahr ist ein neuer Flughafenchef, der sich erst an das Fallschirmspringervölckchen gewöhnen muss, aber die Zusammenarbeit geht schon super !
Heute in der Frühe war wieder der Offizier der tunesischen Armee hier, diesselbe Gruppe wie im letzten Jahr, die PINK wird wohl wieder Military-Mission !
Und sonst alles beim alten - Wetter super und heiss, Essen super, Wein und Bier super, Sprünge super, Skip ist auch schon da, also alles super !
Ein neuer Einheimischer - oder ein Europäer, der einen Scooter getauscht hat...

Und morgen am Abend kommen die ersten Glücklichen...        Wolf



Donnerstag, 24.1
Aufstehen um 8 Uhr 30, ein erster Blick aus dem Fenster zeigt... SCHEISS WETTER !! In 35000 Fuß (oder so ca. 11km) Höhe haben sich ein paar grausliche Eiskristalle verirrt, die eigentlich in Mitteleuropa am Boden liegen sollten... ;) aber Gott sei Dank verziehen sich diese schon nach wenigen Minuten und geben wieder den gewohnt stahlblauen Himmel frei. Also machen wir uns nach ausgiebigem Frühstück auf zum Flugplatz. Robert stellt sich bei den Leuten im Tower vor, und nützt die Chance gleich ein paar TOZEUR 2002 Boogie T-Shirts zu verteilen... kleine Geschenke erhalten ja bekannterweise die Freundschaft. Und ich gebe inzwischen den Flugplan auf, und hole einen tunesischen Militär-Beobachter ab, der uns ein paar Tage begleiten wird.
Leutnant Hamim heißt der Mann, ist super gut drauf (anscheinend gibt es schlimmere Dienste als auf einen Haufen ausländischer Fallschirmspringer "aufzupassen") und ist sehr an der Springerei interessiert, selber hat er schon 5 Automaten-Sprünge gemacht. Hamim begleitet uns also bei den nächsten Loads.
Und dann wird's erst richtig spannend.. weil ich nämlich meinen ersten AFF Sprung machen soll :)
Nach ausführlicher Einweisung mit Wolf, Klaus und Thomas am Hängegurtzeug und auf einer leeren Öltonne stehend (für die Schirmfahrt-Einweisung) gehen wir dann zum Flieger, ich sehe natürlich aus wie eine Knackwurst in der Kombi... sollte vielleicht doch dringend ein paar Kilo abnehmen !?
Also ich muß schon sagen... so aus der Kutscher-Perspektive sieht die Sache schon ganz anders aus.. speziell wenn da hinten die Tür aufgeht und man dann auch noch rausspringen soll. Aber GEIL ist das schon!
Aber ich hab's geschafft - zwar etwas geschrieeeeen und gezappelt, aber sonst gecleared für Level II.
Ein sehr gelungener Tag also, den wir jetzt alle auf der Hotelterasse reflektieren!

Und jetzt holen wir die ersten Ankömmlinge vom Flughafen ab und morgen gehts dann richtig los ....

Phillip



Freitag, 25.Jänner 2002

Der unwiderstehliche Duft von kerosindurchtränktem Wüstensand zog weitere 20 Fallschirmspringer in den warmen Süden! Es trafen sich bereits Tozeurerfahrene, die ihre Erlebnisse an die neugierigen Newcomer weitergaben. Die Schüler folgten mit gemischten Gefühlen diesen Stories! Mit bereits vorbeireitenden Tozeur T-Shirts , die wir verteilten und gleich anprobierten, wurden wir jetzt eindeutig als springwütige Urlaubsreisende erkannt. Die Anreise verlief ereignislos und in Tozeur stand wie letztes Jahr die Pinki wieder zwischen den beiden irakischen 747. In der Halle wurden wir bereits mit Vorfreude erwartet, und danach ging es zum Hotel wo wir unsere Ankunft noch bis in die Morgenstunden in der Hotelbar feierten! Freitag früh das gewohnt schlechte Wetter: Sonnenstrahlen und azurblauer Himmel. Nach dem Frühstück ging es mit dem Nomaden zum Flugplatz. Zunächst notwendigstes häusliches Einrichten und dann ab in die erste Load.
10 Schüler werden vom PINK / Skydream Schulungsteam unter die Fittiche genommen, und alsbald hebt die PINK auch schon ab mit den ersten Springwütigen. Erst noch "goschert" (vorlaut - für unsere deutschen Leser) werden sie bald blass und still, die ersten drei Automaten-Schüler, als das rote Licht angeht und sich die Türe öffnet. Unter der Anleitung von Inga nehmen sie Aufstellung und mit lautem:" UP, DOWN, AAAAAAAAAARRRRRRRRRTSCHHHHH!!!!" geht`s raus. Die Bilanz des Tages, acht glückliche Erst-Springer (NOCH nicht traditionsgemäß verhauen ;) und keine blessuren!
Und die anderen Springwütigen sind auch glücklich... RWler tun sich mit Skip zusammen, die Freeflyer (beachtlicherweise in der Überzahl) Springen in größeren Gruppen mit Wuzi und Mike.
Ned Schlecht der erste wirkliche Boogie Tag, auch wenn der "Urlaub" für die Crew jetzt aus ist ;)

Dagi und Phillip


 


Samstag, 26.Jänner

Wahnsinnig entspanned, wenn man sich nach einem anstrengenden Sprungtag im HAMMAM (Dampfbad) die Muskeln wieder weich-köcheln lassen kann... bei manchen Leuten solls auch wie Dampfbügeln gegen Falten helfen (Z.b beim Wolf :)
Naja, der Boogie läuft - und wie! Skybälle am Bauch, am Kopf, im Sitzen, die Schlauchboote liegen schon aufgeblasen in den Startlöchern, die Schüler hüpfen munter aus dem Flieger, der Himmel über Tozeur wird wieder von bunten Fallschirmen dominiert. Die RW-ler legen 18er in die Luft, kurz gesagt, so solls sein.
Der einzige Minuspunkt an diesem Tag war unser tunesischer Beobachtungsoffizier, der in der Frühe verschlafen hat und wir im vollen Flieger 3 Minuten warten mussten. Wir habens überlebt.
Und sonst? Die Gesichter werden immer roter, es wurden schon ausgeprägte Sonnenbrände gesehen - kein Wunder bei dieser Witterung - Ende Jänner, Schneetreiben (ups, jetzt hab ich mich nach Österreich verirrt, t'schuldigung), Blue sky und was sonst noch dazugehört.
Und - Gratulation !! Ein neuer "echter" Fallschirmspringer ist geboren - einer unserer Schüler durfte schon bei AFF-Level I seine erste Reserve feiern! Er hat gut reagiert, kein Cypres, erste Aussenlandung, alles okay, und auch schon Level II bestanden. Bravo!
Gestern am Freitag sind auch die ersten deutschen Springerkollegen wohlbehalten angekommen und warfen sich heute schon fest aus dem vollen Flieger. Eigentlich wollt ich noch mehr schreiben, aber das Essen wartet - Mahlzeit !

Spring-Zappel-Phillip und unser RW-Wolf


Sonntag, 27.Jänner

 
Sonntag ist kein Ruhetag! Der heutige Tag begann mit guter Laune und mit einem "Wahnsinns" tollen, pippihasenfeinen Skyball Sprung mit unserem lieben LO Mike. Auch in den Pausen zwischen den Sprüngen war für Action gesorgt, denn Roman und Melanie lieferten ein Rennen der anderen Art. Hundert Meter durch den heißen Wüstensand. Um die Sache interessanter zu machen trug Roman die Abendstiefel (10 cm hohe Absätze) von Melanie und Melanie Romans etwas zu große Turnschuhe. Schon beim Aufwärmen lieferte Roman eine großartige Show und in der Menge brach tosender Jubel aus. Nach einem explosiven Start war die Führung heiß umkämpft. Aber nach halber Strecke, als sich Roman schon einen kleine Vorsprung erkämpf hatte, verlor Melanie Romans Turnschuhe und vergab damit jede Chance auf den Sieg. Unter der Beobachtung von 4 Kameras überquerte Roman völlig ausgepumpt und mit brennenden Waden als erster die Ziellinie.
Der Tag setzte sich fort, so wie er begonnen hatte mit vielen tollen Sprüngen und glücklichen und lachenden Gesichtern. Die Freude der Springer am Boden wurde nur von einigen durchgeschlagenen Schirmen getrübt. Bei einem der Schüler war die Verzweiflung so groß, dass er sogar nach seiner "Mammi" um Hilfe rief. Andere wiederum bereiteten sich mit den Sprüngen 399 a, 399 b und 399 c auf den 400-sten vor. Nachdem wir bei grünem Licht zu briefen begannen verließen wir die Pink mit einem Doubletrain. Die schnelle Basis sorgte dafür, dass es ein würdiger 400-ster wurde. Während einige Schüler noch ihren letzten Automatensprung absolvierten machte einer der Schüler, der auch Pink Pilot ist, seinen ersten Solosprung. Wir schließen hier unseren Bericht, denn es wird Zeit ins Hammam zu gehen und wieder die Knochen weich zu köcheln.

Bine & Martin

Montag, 28.Jänner 2002

Ab heute ist die Mission PINK Tozeur wieder militärisch unterstützt. Laut MIKE lautet sie MISSION  IMPOSSIBLE. Zum Leidtragen  der Freeflygemeinde wurde er als LO bei ihnen abgezogen und steht jetzt vor der schwierigen Aufgabe, aus Springern mit über 2000 Zielsprüngen, perfekte Würstelkombispringer zu machen (Relativspringer) sprich „Perlen vor die Säue werfen!“ Seine geleistete Arbeit wurde mit einem eigenen Exitkommando der Tunesier gewürdigt, indem sie ihr arabisches auf ein „Ready Ramusch“ umwandelten. Highlight des Tages war die Sunsetload mit 4 Stück, aus DAGIS Kindergarten angefertigten Schlauchbooten an Bord. Der ursprüngliche Gedanke dieser Aktion, war das Überbieten der tunesischen Formation in Sachen Relativpunkten, was die Leistung der Armyjumper nicht schmälern soll! Die Luftschiffe ließen sich hervorragend steuern wobei einige Punkte erzielt werden konnten.
Erfolge gibt es auch aus der Fallschirmsprigerschule zu berichten, da schon die ersten Schüler ihren Level 7 erreichen konnten. Auch hier wird seit heute die Riege durch vier Schüler der aus der tunesischen Armee verstärkt. Besonderes Lob wird hier BJÖRN ausgesprochen, welcher mit seinen Kenntnissen der französischen Sprache sicher einen großen Anteil am gelingen dieses Projektes beitragen wird.
.........Vollmond, 21.00 Uhr und gerade ( wo uns fast allen der Hafer sticht) sind wir dabei, den 1000 Sprung von Martin zu feiern.
Wir denken aber an alle Daheimgebliebenen und freuen uns schon auf die Nächstankömmlinge am Donnerstag. Ein Gruß an euch und ... nur noch drei Tage durchhalten.

Dagi, Mike & CO

Heute

Dienstag und Mittwoch, 29. & 30. 1. 2002

Dienstag Aussenlandung in der Oase Chebika

Mittwoch Aussenlandung in Oung el Chemel, dem Star Wars Drehort. Die Rauchpatrone zeigt die Landerichtung an, danach geben sich Robert und Phillip einen Low-Level-Overshoot ! Grüsse an Darth Vader !!

Erste Reduzierungssprünge aus 1000 Meter, und auch erste schwächeerscheinungen der Schüler, die einen halben Tag time out wollen. 

Mittwoch abends verprügeln der Jungspringer und des Jungpiloten, ab ins Pool.

Da sitz ich hier und meine Hand glüht noch... von meiner rechten Arschbacke ganz zu schweigen... Thomas sagt .. naja wennst a CNC Maschine programmieren kannst dann wirst des a schaffn ... Schaas ... sin Roboter .. aber was solls. 23 Uhr und voll geil das nächste mal wind um die Nase zu spühren ... grad ne Lokalrunde geblecht.. so wies khört. morgen endlich Handdeploy Einschulung und rauf mim 210er ... der erste klar... so hab ich mal nen schirm für ein paar Sprünge für mich .. hehe. der Reduzierer war cool ... hab endlich mal so richtig den Flugplatz sehen können.. hautnah zum anfassen.. Rampe von der Pink halb offen irgendwie durchgewurschtelt... vom relativen wind des Steigfluges beim Exit voll erwischt nen Salto hingelegt .. 100m bis ich stabil war... am schirm im 900 .. noch ein paar fetzige Steilkurven und dann mal runter zum Fussballfeld wo ich nicht die verflixten Disteln und den ganzen andern Scheiss im schirm hab ... steife Brise aus Osten .. sicher 6 bis 8 m pro Sekunde ... war schnell unten... ein bisschen die Beine eingezogen und auf 3m geflared... sanfte Landung, den Schirm aufgegriffen und bei der Manifest-Tussi (Inga) mit einem trockenen "ich leb noch" zurückgemeldet. war wohl nix mit den Schülerreduzierungssprüngen.... hehe 

Blue sky ... (ders hier so sicher wie der Boden nach 50 sec Freifall aus 4500m) :P

mfg da Bunte (Neospringer !!)

Donnerstag, 31.1.02

Natürlich war auch heute wieder ein lustiger Tag. 19 Loads brachten Sprungwütige der Sonne näher, obwohl es schon am Boden eine Affenhitze hatte - das verstehe wer wolle. War auch notwendig, der heisse Tag, da nach der gestrigen abendlichen Swimmingpool-Partie doch viel Gewand wieder trocknen wollte. Wuzi und Björn lehren den Schülern Zucht und Ordnung ;-) ...
... während sich sonst Dramen abspielen ;-) Der arme Wolf hängt sich auf die Reserve, dann noch eine Reserve, alle klagen über Sonnenbrände und die Hitze, der Super-Edel-Panzerknacker-Skyball will noch nicht so richtig stabil fallen. Sonst alles beim alten, Schüler hüpfen immer und immer wieder aus dem Flieger, die Relativ-Sektion klopft Punkte runter, die Freeflyer haben auch Spass, auch Kappenrelativierer wurden gesehen - 2 kleine Nitros klopften am Schirm ihre Punkte. Ach ja - und Mel freut sich auch schon wieder auf die deutsche Arbeitstristesse, da sie morgen nach hause fährt. Wir alle leiden mit ihr und werden sie vermissen (und Roman ihre Stiefel, siehe unten...)
Mel bedankt sich artig.

Mel will auch noch Tagebuch schreiben, ihr fällt aber nixx ein. Doch - aber jetzt ..

Genau...Unter der Zuschauerkulisse tausender Fallschirmspringer ging das traditionelle Stiefelrennen zwischen Deutschland und Österreich über die Bühne. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten ging  ich in Führung die jedoch Sekunden später war von Roman  nur noch eine Staubwolke am Horizont zu sehen. Der gleich darauf unter frenetischen Jubel durchs Ziel ging.  Diese schweißtreibende Aktion verlangte  um 3 in der Nacht Abkühlung im Pool, saukalt wars, aber geil. Das Aufstehen  in der Früh war dann schwer, aber was macht man nicht um in die Luft zu kommen ;-) Aber rückblickend war das eine geniale Woche - die ersten Freeflysprünge mit Rumpfi, Roman, Snowi und West -  heute sogar Headdown !!  Und erst die Oase!
Die Aussenlandungen, das ganze Rundherum hat einfach gepasst. Und im nächsten Jahr gönne ich mir die ganze Zeit hier, so wahr ich hier sitze ! Ich bedanke mich noch einmal bei der Crew  ... bis im nächsten Jahr!

So long, Mel,  Wolf und West


Freitag, 01.02.02 - so ein tolles Datum - aber es wird noch besser...!

Mimi, es geht nix.... du gehst uns wirklich schon ganz furchtbar ab.  

Heute hatten wir, man glaubt es kaum, wieder einmal blue sky. Der Tag verlief ebenso ereignisreich, wie die letzten und es gab wieder einige Mutige, die Ihre Reserve lieber haben, als den Hauptschirm.

Heute waren die glücklichen Gewinner Thomas Lewetz, ein tunesischer Armeeangehöriger und - man glaubt es kaum - unser liebes Wölfchen (auch bekannt unter Spitzessin, aber das ist eine andere Geschichte). Unser Wölfchen entwickelt sich zum Reservespringer schlecht hin, der sich in 2 Tagen schon 2 mal auf die Reserve gehängt hat. Naja, jetzt gibt es weltweit schon 2 Personen, die in Tozeur 2 Cutaways hatten - das Rennen um den Weltrekord spitzt sich zu ..
Im Moment sitzt so ein blau gefärbert, rotzfrecher Schüler neben mir und guckt mir über die Schulter.  Jetzt kritisiert er mich gerade und erklärt mir, dass er mit 30 Sprüngen kein Schüler mehr ist (es wurde ihm auch schon der Popo versohlt!). Diese Tozeur-Schüler sind heuer ja wirklich 1a. Zum Leidwesen der Männer gibt es keine weiblichen Schüler, aber uns Mädels gefällt das schon sehr gut. Jetzt kommt gerade die letzte Load ins Hotel.
Dagi hat sich ein größeres Schlauboot organisiert und begeistert damit die Boogie-Teilnehmer. Ich glaube, es gab 20 Leute, die alle mit dem Schlauchboot mitgehen wollten. Im Endeffekt warens nur 14, dafür wurden 15 Schirme aktiviert. Und ein Relativpunkt wurde auch geklopft...

Und übrigens, kommt da etwa die Pink auf uns zu?? (Auflösung - nein ! Man kann nur durchschauen !)
Zur Zeit sitzen wir am Pool und trinken unser wohlverdientes Bier (man muss viel trinken in der Wüste....). Thomas ist voll motiviert und geht mit den Schülern einige Theoriefragen durch. Ach ja, gestern am Abend ist wieder ein großer Flieger gelandet und hat einige Springer aus Österreich mitgebracht und ganz, ganz wichtig "SCHOKOLADE". Jetzt geht es uns wieder gut und vor allem sind wir glücklich.....Danke Palliardi ...

...heute habe ich Bine in den Nacken ein Bussi gegeben. Antwort: "Ohhhh, jaaaaaaaa, das muß FRISCHFLEISCH sein, den Geruch kenne ich nicht...." Die Bar am Abend sollte ich somit meiden... Und mein lieber Partner Christian hat endlich den 7.Level hinter sich, leider hat ihn meine Videokamera beim Exit des ersten Solosprunges etwas nervös gemacht. Auch eine Art Saltos zu lernen. Hut ab, von oben sah es wild und gut aus. Ein echter Löwe der Lüfte..  6 Sprünge, davon drei sehr nette und der Schlauchboothupfer waren wirklich genial. (siehe Fotos oben, ich bin der mit den roten Streifen, Clemens sitzt mir gegenüber...) Jetzt checke ich mir einen Georgia Lime und genieße dieses Frühlingsgefühl.......

Und soeben ist wieder ein Flieger gelandet mit schon wieder neuen Springern (das war ein Livebericht von Wolf)

Nun gut, bis morgen... (vielleicht schneits ja morgen, daß wir nicht wieder den ganzen Tag hüpfen müssen..)
Bine (Spitzi-Reporterin) und Don Baldrian (heute echt cool)

 


Heute

NEWSFLASH --- SLIDERMAN ENTTARNT --- STOP --- SCHLECHTWETTEREINBRUCH --- STOP --- UVA ---

Freitag, 02.02.02 - ein denkwürdiger Tag. Dieses Datum...

Ok, alles der Reihe nach. Der Morgen brach an, wieder schneite es nicht, aber um 10 Uhr kam der grosse Bang - Schlechtwetter. Den Beweis haben wir hier ...

... eine Wolke! Skip, unser amerikanischer RW-LO forderte vehement einen Wetter-Hold, der durch die europäischen Springer verhindert wurde. Die Sturmböen schleuderten gleich einen tunesischen Springerkollegen Mourat, frisch ausgebildeten AFF-Schüler unseres AFF-Veteranen Thomas und Klaus, aufs Feuerwehrhaus, oder wars vielleicht doch nur ein Fehler in der Landeeinweisung ?? Rundherum war nämlich Windstille. Nun, gut. 
Reserven hatten wir heute ... Wolf, hattest du eine ? - Nein ... keine. Welch ein Wunder. Der neue Star unter den Freeflyern ist Rumpfi, der Skyball, der nach sprüngelangen Versuchen endlich auf eine normale Freifallgeschwindigkeit getrimmt wurde, aber für morgen steht uns schon der kleine Tiger zur Verfügung, dem Dagi gerade den mit Blei gefüllten Hintern zunäht -- genaueres folgt...
Als dann in ca. 4500 m über Tatooine, auch bekannt als Star-Wars-City, bei unserer Aussenlandung im Flieger Sliderman und Cpt. Freefall gesichtet wurden, verließ der ganze Load fluchtartig die Pink, dicht gefolgt von unseren 2 Helden im gnadenlosen Kampf um die Weltherrschaft. Gewonnen hat wieder keiner, aber Sliderman wurde enttarnt !

Dafür durfte Sliderman den ewigen Kampf ohne Brille weiter fortsetzen. 

Aber vielleicht schneits ja morgen -- zumindest Gardinenblei ;-)
Und mit diesen frommen Wünschen verbleiben wir bei unseren frischgetauften Lizenzlern..

Dagi mit den nur beim Nähen geschickten Händen und Wolf

Sonntag, 03.02.02

Der grosse Tag des Tigger ! Nach eingehenden Bodentraining durfte Tigger seinen ersten Sprung machen - und das ohne Fallschirm, nur auf die Gunst der Mitspringenden angewiesen. Angst war - wie man sieht - vorhanden.

Noch am Boden wurde der Exit geprobt, um ja keine Fehler zu machen, und schon hier stürzte er sich todesmutig aus der PINK. Bravo !

Der Absprung aus 4500 m erforderte einiges an Überwindung, der ganze Load gab ihm spirituelle Unterstützung, and finally sprang Tigger hinaus - und hatte einen offensichtlich einen Mörderspaß ! 

Unnötig zu erwähnen, dass er wohlbehalten wieder am Boden angekommen ist.
Einige andere gaben sich selbst heute einen Tag frei und besuchten den Zoo, andere erkundeten die Oase oder die Wüste bei diesem strahlend blauen Tag. Und des Abends, als die letzten landen, mit unterschiedlichen Erfolgen, hofft jeder auf einen Sandsturm oder Schneefall, um endlich mal nicht springen zu müssen.

Oder auch nicht.

So long, Wolf


Montag, 04.02.02

Der heutige Tag stand sicherlich ganz im Zeichen des Rumpfi-Contests. Ein beinharter Wettbewerb, der das Lachen heute unmöglich machte - weder in der Luft noch am Boden - aufgrund der Komplexität der Aufgaben.

Ok, schon am Vortag die Auslosung - beinhart wurden alle Anwesenden in einen Topf geschmissen und Teams unter notarieller Aufsicht gelost. Der erste Sprung war der Rumpfi-Sprung, Arbeitszeit 40 Sekunden, in denen der Rumpfi (der bleigefüllte Spezialtennisball) im Freifall zwischen den Teammitgliedern hin und her geworfen wurde. Jeder "Fang" wurde mit einem Punkt belohnt. Zusätzliche Freifallmanöver erhöhten das Punktekonto.
Auch der zweite Teil hatte es in sich - der Rumpfi-Ziellande-Lauf-Sauf-Sandschaufelwettbewerb. Nach der Landung musste der erste Checkpunkt durchlaufen werden, danach zur Rumpfibar, um eine Dose Bier leerzuschlabbern und diese Dose mit Sand zu befüllen. Die Zeit rannte vom ersten Bodenkontakt, bis die Dose wieder gefüllt war.
Auch hier wurde um jede Sekunde gekämpft, was mit der richtigen Landeeinteilung begann ..
Die Teams lieferten sich heiße Gefechte - hinter verschlossenen Türen wurden Strategien geschmiedet, die Spannung am Platz war fast unerträglich ... und waren Konkurrenten im Weg, wurden diese kompromißlos aus dem Weg geräumt. Abends, nach Ende des Kampfes, waren die lachenden Gesichter wieder in der Überzahl. Und ... Verlierer gab's erstaunlicherweise nicht !
Sonst alles beim alten - heißes Wetter, fetzige Hüpfer, keine Reserven, ein Load jagt den anderen - was will man mehr?

Der Schöpfer des Rumpfi's : "Ich gebe es zu: Ich bin eigentlich "schuld". Durch meine Erzählung des "Rumpfi-Witzes" (über den alle ziemlich lachten, obwohl er etwas sarkastisch ist) entstand die Rumpfi-Legende... Ich hoffe, ich brauche kein schlechtes Gewissen zu haben ;-)"

Bis morgen, oder so
Wolf und BMan, der Schöpfer



Dienstag, 05.02.02 - Donnerstag, 07.02.02

Wir hatten hier schon perfekte Tagebucheintragungen, bis ein paar Verbrecher/Innen diesen File überspielten oder löschten. Wie auch immer, statt der 27-Seiten Version mit 147 nur megageilen Bildern bekommt Ihr nur die Sparversion. 

Höhepunkte waren sicherlich der Adonis-Wettbewerb, was einigen tunesischen Mädels (nicht nur.., höhö) die Zunge bis zum Boden hängen ließ. 

UND .. Biene und Wuzi haben den Rumpfi-Contest gewonnen. Bravo Biene, die jede Möglichkeit nutzt, um im Tagebuch erwähnt zu werden. Und wir feilen schon an eiem unvergesslichen Biene-Foto !  

Sonst nichts neues, noch immer dieses gräßlich-schöne Wetter, Hitze, keine Reserven, tolle Hupfer und Star-Wars-Aussenlandungen. Wird sich das jemals ändern ??

Wolf




Mittwoch, 06.02.02

Die Frage, ob sich das Wetter hier jemals ändern wird - ist geklärt! ES HAT !!!
Aber nicht bevor wir nicht gebührend Dagis 500er mit einem 18-Tracking-Dive gefeiert haben. Der Tag begann wie jeder andere - nein doch nicht! Peter erfrischte uns des Morgens mit einem Zitat - "Wir haben hier so romantisch! Die Sonne geht auf, wir haben Kaffee und Orangensaft, und haben alle weiche Eier."

Und es war ein toller Tag - bis ...

... ja, bis der Sandsturm begann. Gelbe Wolken, nach 13 Loads mußte der gesellschaftliche Teil begonnen werden.

Auch gut, und so wurden neue Freundschaften geschlossen, Schüler wetteiferten über Ihre Bauchflugeigenschaften, und überhaupt wurde viel gesprochen an diesem verfrühten Abend. Was eigentlich auch keinen störte.

Wolf

Donnerstag, 07.02.02

Ich wache heute auf, in der Hoffnung, es ist noch immer Sandsturm. Ist aber nicht.
HURRA, gemma hupfen !!
Das übliche Geschnatter, schönes Wetter, alle haben Ihren Spass, Freeflyer, die Relativierer stellen auch wieder einen 16 in Himmel, und dann...

... GEWITTER !!!!!!!!
Aber was für eins ! Sogar mit Hagel! Seht selbst ...
Bis morgen, Wolf


Freitag, 08.02.02 

"Mein letzter Wunsch, Möpse in Punsch"

Nein, nein,  wir sind noch nicht übergeschnappt, vielmehr wurde unser süßer Schurke Roman mit Wolfs Socken konfrontiert. Nach einer heißen Nacht mit einer tollen Ankunftsfeier für die Neuankömmlinge begann der heutige Tag wieder einmal mit blue Sky. Leider ist uns der Wettergott zur Zeit nicht ganz so gnädig und schon bald frischte der Wind auf und nach nur 11 Loads mussten wir w.o. geben. Vorher jedoch nutzen wir die Zeit, um uns, wie in Lignano geschlichtete Ölsardinen in der Sonne zu suhlen. Dann verließen wir flugs den Flugplatz Richtung Hotel. Einige von uns nützen die freie Zeit, sich die Stadt anzusehen, andere wiederum versuchen Ihr Notebook zu reparieren (leider ohne Erfolg, Wolf war wieder einmal schneller! Sein neuer Spitzname "Wolf der Zerstörer" stammt aber nur von der Frisur.) Naja, nachdem er nicht den Reserven-Rekord brechen kann, versucht er sich anders ins Rampenlicht zu schummeln. Und andere wiederum versuchen den Bierkonsum der letzten Tage zu steigern. Mehr davon morgen. Leider verließ uns heute morgen auch das tunesische Militär. Jungs, es war sehr lustig mit Euch. Der Countdown läuft auch für einige von uns. Ab Sonntag geht es wieder heimwärts, seufz....
Ich muss schon sagen, der Boogie kann was! Im Moment versuchen wir einige Fotos vom zerstörten Notebook herauszubekommen. Tagebuch schreiben ist wirklich harte Arbeit. Wolf wird in den nächsten Wochen ein Buch der wirklich hart arbeitenden Leute herausbringen. Es wird zwar dünn, aber wahnsinnig spannend, oder nicht???? Man könnte glauben, ich sei Wolf fixiert, aber er gibt wirklich am meisten her, dieser Kerl. Naja, es gibt ja noch mehr tolle Männer, aber der Schurke hat sich ja schon Richtung Heimat davon gemacht....Ich glaube, jetzt höre ich schon ganz leise das Hammam rufen. Leute, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie angenehm und toll dieser heiße Dampf in der Wüste auf unsere wirklich hart arbeitenden Körper einwirkt. Genug davon, probiert es selber mal aus. Die letzen News für unser Tagebuch treffen gerade ein. Unser hartgesottener LO Mike musste sich beim Knofel mit einer echten Schurken-Tussie geschlagen geben. Schnurli knofelte um ihr Leben, riskierte und gewann! Bravo Schnurli!!!

Bine 


Samstag, 09.02.02 

Der heutige Tag ist sicherlich in zweierlei Aspekten ein bemerkenswerter Tag. Zum einen vom springerischen her, in der neue Aspekte gesetzt wurden - unter anderen durchsurften heute zum ersten Mal 2 Bretter den Himmel über Tozeur, und zum anderen war der Abschlußabend vieler Springer (Oh Bine, wir vermissen dich !), was des Abends im Zuge einer Trauerfeier auch gewürdigt wurde. 
Das mit den Brettern war recht fetzig. Der Exit funktionierte wunderbar, auch die noch im Flieger stehenden konnten die Unterseite zweier Skyboards sehen, was durchaus ein recht imposanter Anblick ist. Und der Hupfer war wirklich ein Spass. Naja, was denn sonst?
Die Schüler nutzten den letzten Sprungtag recht fleißig, um ihre Sprungerfahrung zu verbessern. Der fleißigste Schüler konnte in den 2 Wochen 64 Sprünge machen, was doch eine recht imposante Leistung ist. Verletzungen gabs keine, wenn man von einer Bänderzerrung bei einer Mitwindlandung absieht. 
Des Abends war wirklich einiges los. Bine, die wir jetzt schon vermissen (hab ich das eigentlich schon erwähnt?) sprang gleich freiwillig pudelnackert ins Pool. Es existieren auch Photos, aber nicht auf diesem Rechner. Die kommen noch...
Die Springer, die noch nicht nach Hause fahren, halten sich zurück, die wollen ja am Sonntag springen, und große Verabschiedung werden zelebriert - im Endeffekt trifft man sich ja erst wieder in 3 Wochen. Oder so. Und wie wir am Sonntag in der Früh erfahren, sind auch alle in den Flieger gekommen - aber diesmal einer, wo man nicht rausspringen darf.

So long, bis morgen, Wolf


Sonntag, 10.02.02 

Oweh, mir tut mein Kopf so weh! Aber nicht wegen der gestrigen Trauerfeier, sondern weil ich durch dieses ewig heiße Wetter so einen Sonnenbrand auf der Nase habe, daß ich sogar im Finsteren leuchte. 
Die Abreiser sind um 6 Uhr Richtung Heimat abgehoben, und hatten etwas zuviel Gepäck, so an die 200 kg. Nun gut, wurde auch gelöst und nun sitzen schon wieder alle in Österreich. Trotzdem wird hier munter weitergesprungen, immer 2 Loads hintereinander, und alle kommen soviel zum Springen wie sie wollen.
Am Abend machten wir wieder eine Außenlandung zur Oase Chebika, und Jeannie packte gleich ihre Reserve aus. Und stellte am Abend gleich Freibier her, weil's ihre erste war. Sehr löblich, deswegen mußten wir sie nicht ins Pool werfen. 
Und unser kleiner Zappelphillip bringt gleich Andreas Augen zum Leuchten, obwohl Bine erst heute in der Früh heimgefahren ist. Und die wir auch schon alle sehr vermissen. Komisch, die ganze Zeit, als sie hier war, wurde sie nie im Tagebuch erwähnt, und jetzt, wo sie weg ist, wird nur mehr über sie gesprochen.

Schönen Abend noch (oder morgen, je nachdem wann Ihr das lest) und bis zum nächsten Mal, Wolf
Montag, 11.02.02
Oweowe. Der Sonnenbrand ist noch immer nicht besser geworden. Dafür war's s sonst eigentlich lustig wie immer. Das Schlauchboot hat heute im ewigen Kampf gegen die Springer gewonnen und diese gleich beim Exit abgeworfen. Das war laut Dieter, dem Piloten, schon vor dem Exit klar - 5 Leute im Boot und nur 2 zum raushieven, das kann wohl nicht gutgehen. Dafür konnte das Schlauchboot 4500 m freien Fall genießen und landete irgendwo in der Wüste, in der Gegend von Tatooine und ist bis jetzt noch nicht gefunden worden. Euer Tagebuch ist stolz, Euch das letzte Photo des Schlauchboots präsentieren zu dürfen. Dieter hat die Koordinaten im GPS gespeichert und alle hoffen, das Schlauchboot morgen wiederzufinden. 
Dafür hat Uschi ihre Hauptkappe wiedergefunden, nachdem sie diese vorher weggeworfen hatte. Jetzt hat sie auch Ihre erste Reserve erfolgreich hinter sich gebracht! 
Das "auf dem Dach der fliegenden Pink herumklettern und danach vom Dach wegzuspringen" entwickelt sich zum Renner der letzten Tage. So ziemlich jeder zweite Load klettert rauf und hat Spaß dabei. Vielleicht sollte man die Idee mit Liegestühlen und Minibar am Dach wieder aufnehmen :-)
Wie auch immer, Sandsturm oder Gewitter sind nicht in Sicht, also müssen wir morgen wieder springen.

So ein Pech aber auch. Wolf

p.s. Jetzt hätte ich fast vergessen zu sagen, wie sehr uns die Bine abgeht. Aber vielleicht hat sich schon wer gefunden, der ihren Schmerz lindert ;-)) Inshallah.

Heute      

Dienstag, 11.02.02 - Vorsicht, Heuschrecken !
Heiß wie immer. Blue sky wie immer. Und immer wieder kreist die Pink über Tozeur, um die Springer auf 4500 m zu bringen. Auch wenn heute in der Früh schon wieder ein paar nach Hause gefahren sind (und zwar um 9 Uhr, als wir auch schon am Flughafen waren - vielleicht haben sie uns aus ihrem Airbus winken sehen !). Jetzt ist dafür nicht mehr soviel Stress und es können wirklich fetzige Hupfer gebrieft werden - Hybriddives sind angesagt ! Freeflyer und Bauchflieger springen zusammen, um einfach lustige Figuren auszuprobieren. Thomas, verkleidet als giftgrüne Heuschrecke (passend zum Faschingsdienstag), nähert sich aggressiv an
... und schafft die Annäherung !
Und dann ging auf einmal ein 14er in die Luft. Eigentlich nichts außergewöhnliches, bis auf den Umstand, das alle Disziplinen und Kombis in einer Gruppe aus dem Flieger sprangen. Freeflyer in Bauchkombis, Relativierer in Freeflykombis, Bauchflieger in Bauchkombis ... . Ziemlich bunt, das ganze, aber Punkte wurden auch geflogen, und alle kamen mit grinsenden Gesichtern vom Himmel, obwohl sich beim Briefing außer Thomas keiner auskannte :-)
Einziger Minuspunkt heute - Bine war nicht da und alle rätselten, als was sie sich an diesem Faschingsdienstag wohl verkleidet hat.

Auch Birdmänner wurden heute über Tozeur gesichtet. Und Tandems. Uschi wollte nicht mehr schirmpacken. Und der arme Wolf war heute wieder mal Manifestmieze. 
Sonst alles klar hier, werden heute noch den tunesischen Fasching genießen und morgen, sollte das Wetter wieder schön sein, werden wir wohl wieder springen.

Was sollen wir den sonst tun? Und Dagi verlässt die dunkle Seite der Macht und wird Freeflyerin. Bravo Dagi !



Wolf - schönen Faschingsdienstag noch. 


Heute

Mittwoch, 12.02.02 - tunesischer Aschermittwoch

"Heute  war ein Scheiss-Tag" - Zitat Klaus Wiedemann
Da hat er verdammt recht. Es war nämlich der heißeste Tag bisher. Meine Sonnenbrandnase hat Kollegen bekommen, jetzt haben auch schon die Zehen einen Sonnenbrand, gegen den die Buschbrände in Australien ein Dreck waren. Jürgen, der Haxenbrecher vom letzten Jahr, hat einen Birnenbrand. Sogar den berüchtigten Schurken war so langweilig, daß sie beim Punkteklopfen am Bauch erwischt wurden. Weil es nämlich so heiß war. Den ersten Wüstenkindern wurde beim Barrell-Exit noch heißer. Zappelphillip legte eine heiße Sohle im Sitzen hin, auch Heuschrecken wurden wieder gesichtet, und zwar der Chaosschurke.
Sogar dem Hirschkäfer, der gemütlich durch die Wüste kroch, war zu heiß, daß er im Schatten der verdörrenden Fallschirmspringer Schutz suchte. Michelle, die Freundin von Skip, knackste sich gleich in der Hitze des Gefechts beim ersten Sprung das Wadenbein an. Und den ganzen Tag rührte sich kein Lüfterl (d.h. es war windstill). So mußten einige auch noch nette Hookies mit netten Swoops anreißen. Und dann mußten wir auch noch so oft springen. Vom Schirmpacken gar nicht zu reden. Mike hängte sich gleich als Passagier beim Doogie-Tandem ein, um nicht mehr selber pullen zu müssen. Sogar des Abends verdunstete das Bier auf unseren ausgedörrten Springerkehlen. 

Ach, wir sind soooo arm !

Und morgen schaut's auch nicht besser aus laut Wetterbericht. Und leider machen die tunesischen Meteorolgen weniger Fehler als unsere. Bin ja gespannt, welches Körperteil morgen einen Sonnenbrand bekommt. Alles in allem - ein würdiger Aschermittwoch. Ich glaube, Bine ist froh, nicht mehr hierzusein, sie braucht diese Hitzewelle nämlich nicht zu erleben. Und alle anderen. 

Wolf


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