Tozeur Tagebuch 2004

Hierher kommen alle Action-Berichte live aus Tozeur! Hast Du Lust bekommen, auch zu kommen? Ein paar Betten im Hotel sind noch für uns reserviert! Du kannst Dich noch hier anmelden. Oder telefonisch 01 8898 222, oder vom Ausland 0043 1 8898 222.

25. Januar
26. Januar
27. Januar
28. Januar
31. Januar
1. Februar
2. Februar
3. Februar
4. Februar
5. Februar
6. Februar
11. Februar

Sonntag 25. Jan 2004

8:00 Uhr. -13 Grad, Eisschaben, 832 kg Gepäck ins Auto, Südautobahn nach Wr. Neustadt. Dort steht sie, die Pink in der Eiseskälte. 

Das Innenthermometer zeigt minus 12 Grad. Ich glaube sie sind mehr als 832 kg. Und alles arschkalt. 

Es ist mittlerweile 9 Uhr, fast alle sind da, Klaus fehlt. Er hat sich ein bisserl verfahren, aber kommt gleich, sagt er am Telefon. Na endlich, da ist er, jetzt hat es nur mehr minus 10. Markus und Phillip sind mit dem Eiskratzen fertig, ich auch. Meine Daunenjacke liegt zuhause, braucht man ja nicht in Tunesien.  Björn lächelt, er hat seine Thermokombi an. 9:42, gut gewichtet hebt Kapitän Immig und seine Besatzung den Flieger von der Piste 10 in Wr. Neustadt. Eine Stunde später schneit es im Flieger. das kleine Fenster im Cockpit ist undicht. Minus 7 nur mehr, draußen minus 27, in 3500 m. kurz nach 12 die geplante Zwischenlandung zum Tanken in Rom. Hier hat es schon christliche plus 6 Grad, fast wie im Sommer!  Der Aufenthalt dauert eine Stunde, bis alle Flugplan, Tank und Ausreiseformalitäten erledigt sind. Pablo mit seinem Kolumbianischen Pass macht einem das Leben nicht immer leichter, aber letztendlich sind die Italiener froh, dass sie uns 11 Chaoten los sind. Der Sicherheitscheck ist nocheinmal unterhaltsam. Für uns zumindest, die Sicherheitsfuzzis finden das alles nicht so lustig. Naja, Augen auf bei der Berufswahl, wären sie doch Fallschirmspringer geworden, könnten sie jetzt auch lachen, und erst in 3 Stunden! In Tozeur hat es schon 13 Grad.
   
 

 4 Minuten nach dem Start sind wir schon über dem Mittelmeer, nach 15 Minuten scheint die Sonne beim Cockpitfenster herein.

 


Copilot Phillip schaut wieder einmal nicht in Flugrichtung, wo wird er denn da hinfliegen?

Dort irgendwo müsste Sizilien unter den Wolken sein.


Andrea sorgt für die Vitaminversorgung der Passagiere, damit wir auf dem langen Flug nicht zusammenbrechen. Also der Service bei der Pink ist bestens, nur die Kabinenheizung könnte noch leicht verbessert werden. Aber wir wollen uns hinten nicht beschweren, da es vorne zusätzlich noch schneit.

Nach einem langen Flug erreicht die Pink dann endlich Tozeur und erhält wieder den angestammten Parkplatz zwischen den 2 Boing 747, die noch immer da herumstehen. Zumindest ist es hier wirklich warm und langsam setzt der Auftauprozess ein.

Jetzt nur noch die Einreise erledigen. Papiere ausfüllen, Gepäck röntgen lassen und durch die Sicherheitsschleuse. Zum Schluss dann noch am Zoll vorbei und in die Autos zum Hotel. Nachdem dann dort auch wieder Zettel auszufüllen sind, wissen wir jetzt alle unsere Reisepassnummer auswendig.

Aber jetzt ist es endlich geschafft und man trifft sich an der Bar. Das Hotel hat sich seit dem letzten Jahr gewaltig verändert. Der gesamte Eingangsbereich ist jetzt eine große Halle, in der sich von der Bar über die Rezeption bis hin zum Eingang des Speisesaals alles verbindet. Auch die Bar selbst ist komplett neu. Ebenso wurde das Hotel um einiges vergrößert.

Nachdem der Niko das erste Mal in Tozeur ist, machen wir gleich am Abend einen kleinen Erkundungsmarsch in die Stadt. Auch hier hat sich einiges getan, aber wir finden alle wichtigen Institutionen (wie z.B. das Internetcafe) sofort wieder. Nachdem wir dann bei der Bank einen Geldautomaten gefunden hatten, waren wir endlich in Besitz der landesüblichen Währung (Im Hotel musste man offensichtlich erst solche besorgen). Interessant war allerdings die Öffnungszeit der Bank, die um genau 08:05 ihre Tore öffnen sollte.

Am nächsten Morgen gab es dann auch im Hotel ausreichend Geld zu wechseln, so dass wir uns mit Wasser und anderen Lebensmitteln versorgen konnten. Die erste Truppe fuhr gleich um 09:55 zum Flugplatz um die notwendigen Papiere und Verfahren mit den zuständigen Persönlichkeiten zu organisieren. Der Rest hatte Glück und konnte sich erst einmal am Pool erholen...

 

Montag, 26. Jan. 2004
Am Flughafen wird alles schnell geklärt... alles bleibt beim Alten, wenig Veränderungen im Flugablauf und ansonsten ist ihnen sowieso alles wurscht. Den Namen unseres Military-Commanders kann sich auch keiner merken und nachdem er ein Zimmer im Ras El Ain bezogen hat gehts wieder zum Flugplatz. Das Aufbauen des Tschechen-Rambo-Zelts ist im Gegensatz zum Platzhirschen-Zelt vom letzten Jahr ja ein Kinderspiel. In 1 Stunde steht es. Das Gesprächs-Niveau sinkt von Stunde zu Stunde und damit es nicht noch schlimmer wird, machen wir jetzt erst mal einen Sprung. Markus hat vor 7 Monaten seinen 5., 6. oder 7. Sprung gemacht. Genau kann er sich nicht mehr daran erinnern. Also gehts gleich hoch zu einem AFF mit 7 Lehrern. Niko, Uschi und Pablo geben sich die Action lieber nicht und machen einen netten Freeflyer über der romantischen Oase von Tozeur.

 

 

 

 

Phillip will anscheinend nicht mehr fliegen. Nach einem Start packen wir unsere Sachen wieder ins Tschechen-Rambo-Zelt und marschieren zurück zum Hotel. Am Outdoor-Pool werden dann gleich ein paar Biere geköpft. Und ausgetrunken. Auch der frisch gepresste Orangen-Saft fliest in Strömen.
Skip, Markus, Nö Niko, Andrea und Petr machen sich nach einer kurzen Erholungspause auf in die Stadt um den einzigen Alkohol-Großhandel für Petr und Skips Balkon-Party auf zu kaufen. Dort treffen sie Younes, unseren tunesischen Freund und Checker aller wichtigen Sachen in Tozeur.

Zurück im Hotel wird die Minibar im Bier und Wasser angefüllt und dann gehts ins Indoor-Pool zum Abendsport. Das Wasser ist geheizt, das Hammam in 3 Tagen und die Sauna in 5-7 Tagen fertig. Das Hotel hat sich in Größe und Luxus verdoppelt und man kommt sich fast fehl am Platz vor. Naja, man gönnt sich ja sonst nix.
Morgen gehts schon früh zum Springen. Auch unser lieber Martin kommt morgen von seinem stressigen Job nach Tozeur geflogen.

 

 

Dienstag, 27. Jan. 2004
7:25 Uhr, der Wecker läutet. Heute geht's schon etwas früher los. Frühstück im neuen Speisesaal und die Getränke-Kannen sind der erste Intelligenztest des Tages. Was ist wohl in der schwarzen Kanne drin?? Oder in der weißen? Naja, um diese Uhrzeit ist noch fast alles normal. Um 9 beginnt dann der Fußmarsch zum l´Aeroport. Das Zelt steht auch noch und wir machen uns fertig für den ersten Sprung. Markus nutzt die Zeit und wagt sich noch einmal in die Luft und der Rest freut sich auch schon. Den zweiten Sprung muss dann Phillip machen. Danach reichts ihm und er übernimmt wieder den Piloten-Sessel. Nach drei Loads drängt Thomas zum Aufbruch, er muss hackeln. Er tut uns allen sehr leid. Und da Phillip ja schließlich dafür bezahlt wird, muss er auch mit. Die Anderen bleiben noch am Flugplatz und kennzeichnen die Fußballtore, Seile und andere Hindernisse mit roten Plastikfahnen. Danach wird wieder nach Hause marschiert. So viel Sport machen wir sonst das ganze Jahr nicht.
Die Sonne scheint, es hat ca. 25° Grad und das Pool genau die richtige Temperatur. Nach dem anstrengenden Tag ruhen wir uns am Pool aus, trinken frisch gepressten Orangensaft um 2 Dinar und erfreuen uns des Lebens.
Klaus, Björn und Markus kriegen vom Wandern nicht genug und erkunden noch die Oase. Auf dem Weg dorthin kommen ihnen ein paar interessante Straßenschilder vor die Linse... was das wohl zu bedeuten hat?!
Morgen erleben wir sicher wieder viele aufregende Dinge, die wir dann hier niederschreiben werden.

 

Donnerstag, 28. Jan. 2004
Alles läuft Bestens, wir müssen nix mehr checken. Deshalb begeben wir uns auch erst um 11 Uhr zum Flugplatz. Zu Fuß natürlich. Wir sind ja sportlich. Jupp und Regina sind gestern mit der 23 Uhr-Maschine angekommen, Martin's Gepäck nicht. Er wartet immer noch auf seine Taschen. Air France hat sie nach Lisabon geschickt. Da ist es auch warm, aber nicht so nett wie hier. Wie auch immer, Karin hat sich auch schon vom Flughafen gemeldet. In Wien stehen Schüler und Lizenzler bereit zum Abflug. Die Prag-Maschine, die zwei Schüler und unseren lieben Clemens nach Tunis bringen sollte hatte einen Defekt und musste in Bratislava Zwischenlanden. Wir hoffen, dass sie den Anschluss-Flug in Tunis noch erwischen.
Das Lehrer-Meeting um 18:00 Uhr war auch sehr aufschlussreich. Und jetzt, um 19:06 sitzen wir in der Bar und warten aufs Abendessen. Martin, Andrea, Regina, Niko und Uschi geben sich ein Vodka-Orange-Wettsaufen. Andrea liegt mit zwei Runden vorn und kann immer noch gerade schauen. Die Wiener kommen heute um elf.
An dieser Stelle können wir das Geheimnis lüften, da Heinzi eh schon am Weg hier her ist. Aufgrund der phänomenalen Mithilfe aller pink.at-Leser konnten die im August gestohlenen Gears wieder gefunden werden!!! Björn und Pablo haben ihre Gears wieder und Heinzi bekommt seines heute Nacht. Er hat noch keine Ahnung und wir wollen ihn gerne damit überraschen. Ein großes Dankeschön an alle, die geholfen haben, die Gears zu suchen und sie wieder zu finden, Die genaue Geschichte kommt in die nächste Pink News.
Heute haben die Helden der Lüfte wieder zwei Sprünge gemacht. Morgen geht die Action dann wirklich los. 6 Schüler und 10 Lizenzler kommen aus Wien. Dann gibt es auch wieder ein paar lustige Geschichten aus der umgebauten Bar oder aus dem Hammam.... ja, und ihr werdet euch alle ärgern, dass ihr nicht mitgekommen seid :-)



31.1.
"Endlich angekommen" seufzen 21 müde Springer nach ihren Irrwegen durch halb Tunesien, teilweise (Edu) auch noch durch Madrid. Die Verzögerung hätte uns ja weniger gestört, anstrengender waren die Massen an Bier und Mahlzeiten, die wir zu vernichten gezwungen waren. Aber nun sind wir endlich hier, und schon der erste Morgen hält, was keiner je zu versprechen gewagt hat: Strahlendblauer Himmel, eine Sonne die so tut, als wäre nie Winter gewesen, und - während wir nach der langen Nacht erst relativ spät aufstehen - schon vom Hotel aus der Blick auf den ersten Start der Pink, die in einer weiten Runde über die Oase die ersten bedauernswerten Static-Line-Bären ausspuckt.

Nur eine knappe Stunde später sind auch schon die vermissten Jeeps von Nomades da, die auch uns endlich auf den Flugplatz bringen. Wir lächeln vor Glück. Das war mehr als wir nach 1 1/2 Tagen Tunisair-Verzögerung erwartet hatten. Am Flugplatz wird das Lächeln breiter. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben (Den besten Platz für die eigene Plane zu finden, ist ganz schön Arbeit!) - kann es losgehen. Die Karte vor der freundlich lächelnden Uschi durchgezogen - und schon kommt der 10-Minuten-Aufruf. Mensch, ist das Gear schwer geworden über den Winter! Wer hat mir bloss die ganzen Steine da rein gepackt?

Egal. Wir springen. Erste Freifaller-Formationen finden sich, auch wenn sie anfangs eher kläglich auseinanderfallen. Fast in jeder Load die stoisch dreinblickenden tunesischen Militärschüler, die keine Miene verziehen, egal ob sie mit Postern von möglichen Störungen oder mit dem unvermeidlichen allerersten Absprung konfrontiert sind.

Für Vergnügen sorgt Static-Line Aufseher Björn, der es sich nicht nehmen läßt, die Runde der höher Aufsteigenden bei jeder Load mit einem noch spektakuläreren Exit zu erheitern.


Sonntag, 1. Februar
Die warme Unterwäsche, die der gestrige Tag noch nahezulegen schien, erweist sich heute schon beim ersten Sprung als überflüssig. Was einen in der Luft glücklich macht, ist beim Packen "heiß". Erste kurze Hosen werden gesichtet. Nach ausführlicher Bodeneinweisung dürfen heute auch die ersten mitgebrachten Schüler in die Luft. Anders als bei den Tunesiern zeichnen sich hier die verschiedenen Grade der Angst deutlich in den Gesichtern ab.

Ganz ohne Wind gibt es ungewohnt schnelle Landungen, und auch die Richtung ist nicht ganz so leicht auszumachen. Wie aus dem Publikum zu vernehmen war: "Und siehe, sie landeten von links, von rechts, und von überallher." Uschi und Pablo rufen die ganze Load zum Briefing, und nach einer ordentlichen Kopfwäsche sind alle Springer "eingenordet". Jetzt sollte nichts mehr passieren.

Während die Könner sich langsam aus der Winterruhe springen, werden auch ungewöhnliche Gesichter im Freifall beobachtet - Prosecco berichtet gar von einem erstaunlich coolen Absprung unseres Piloten Phillip! (Von der nachfolgenden Landung, optisch elegant doch von einem aufgeschundenen Knie bgeleitet, wollen wir hier (beinahe) schweigen). Schrecksekunde gegen Abend: Skip schreit auf "Look, there's a round!" - Reserve eines Miltär-Schülers, erstaunlicherweise in knall-pink gehalten, der - vermutlich wiederum ohne eine Miene zu verziehen - seine Hauptkappe hinter sich schleppend, runter kommt. Während einzelne mitleidig werden - "Wo der wohl runterkommen mag" - Ist Uschi ganz sicher: "Der ist vom Militär, der hält das aus!" - und er hielt. Was hingegen nicht hielt, war der von B-Man und Prosecco reparierte Verschluss von Snowys Kappe. Beim ersten Mal noch in der riesigen Wüste wiedergefunden, blieb sie nach dem zweiten Abflug in den Dünen verschollen.

2. Februar
Schon Vormittags der erste Höhepunkt: zwei Schlauchboote werden halbwegs mit Luft gefüllt, um - na was wohl? - gut mit Springern besetzt aus der Pink zu fliegen. Ein Novum in der Wüsten-Schlauchboot-Chronik: Beide werden anstandslos und in kürzester Zeit wieder gefunden. Allerdings gab es einen verlust beim Exit: Einer der Insassen schaffte es nicht, im Boot zu bleiben, und konnte daher sein Kapitänspatent nicht erhalten. Bei den Schülern ging es richtig zur Sache: Manche schafften es am zweiten Sprungtag gar bis zum Level 4. Und wieder ein Pilot im Freifall: Auch Markus wollte es wieder einmal wissen und ließ sich - einfach fallen. Auch heute wurde - auf Grund des drehenden Windes - häufiger einmal die Landerichtung verwechselt. Besonders die Schüler haben Schwierigkeiten mit der rechtzeitigen Einschätzung der Situation. Dies führt teilweise zu entgegengesetzten Flugbahnen, bei denen sich die Schüler einer Auge-in-Auge Situation ausgesetzt sehen. Eine erneute Aufklärung der Hauptlanderichtung durch die Sprunglehrer bringt eine deutliche Verbesserung. Am Abend ging die heurige Star-Wars-Premiere über die Bühne. Während der Flugplatz Tozeur für die Landung der zwei 747 eines arabischen Scheichs gesperrt war, der mit Tross, Harem und Falken anreiste, um in der Wüste Vögel und Gazellen zu jagen - der zweite Jet ausschließlich fürs Gepäck - waren die unerschrockenen Skydiver schon längst auf dem Weg zum Planeten Tatooine.Die geplante Abholung durch die Pink konnte wegen der Scheichlandung nicht durchgeführt werden; die Sonne ging unter und es wurde kalt. Stattdessen kamen - endlich - Jeeps mit reichlich Biervorrat an Bord, was auch die durchfrorensten wieder mit dem Schicksal versöhnte.



3. Februar

Um das beste vorweg zu nehmen, die Pink flog heute eine Attacke auf ein tunesisches Militärlager, kam aus der Sonne, um sich militärisch anzuschleichen, röhrte ... bla .. bla .. bla .. nein, zuerst die den Rest des Tages, ich kann ja nicht immer mit dem besten anfangen, weil ich dann ja nicht wüsste, wo ich anfangen sollte ... also der Reihe nach ..
Der Tag startete, beschissen wie immer, mit Sonne und 'blue sky'. Schleppend stiegen die armen, frierenden Skydivers des morgens mit griesgrämigen Gesichtern aus den beheizten Hotelshuttels, manifestierten sich unwilligST für den ersten Load, quälten sich 17 Minuten auf die Exit-Höhe von 4600m, öffneten erst nach mehrmaliger Aufforderung die Türe, schauten unwillig hinaus - schon wieder Bodensicht ohne wenn und aber - und dann ...
ja, und dann ...
wurden sie hinausgetreten ...
ATTACKE !!!
Und der Tag war wieder gut !

Naja, und was soll ich jetzt noch sagen?? Jeder sprang sooft aus der brav rauf und runter fliegenden Skyvan, wie er/sie konnte und wollte, Freefly, Relativ, Schulung, und immer kamen die Springer mit grinsenden Gesichtern am Boden an.
Eigentlich wollte ich Euch nicht neidisch machen, und ich fing auch so an, um die Situation möglichst schlecht darzustellen, aber - Entschuldigt mich - es war einfach ein geiler Tag. So war es, so isses, und was soll ich sonst noch sagen?




Und wegen der Militärattackegeschichte, die erzähl ich Euch morgen, jetzt muss ich ins Poooooooool, während Phillip noch den ganzen Papierkram noch zu erledigen hat. Die arme Sau. Könnte fast ein Arbeitstier sein.
Stooooop. Ich bin im Pool.
Mit frischgepressten Orangensäften.
Frischen Oliven.
Kaltem Bier.
etc....

Euer Wolf



4. Februar

Ok, heute schreiben wir positiver. Versprochen.
Zuerst die Story, die ich Euch gestern schuldig blieb.



Nach einem wunderschönem Sunrise-Load kontrollierte Phillip, unser kleiner aber (groß) erfahrener Wüstenpilot, unsere Pink auf Einschusslöcher. Es waren keine da. Schwein gehabt. Ok, detailliert ...
Gestern, des Abends, entschlossen sich die Special-Task-Forces der tunesischen Armee zu einem HAHO-Sprung (High Altitude-High Opening-Sprung). Unser kleiner Björn hatte ebenfalls grosses vor - schnallte sich ein HAHO-Gear um, dann rein in den Flieger, rauf auf High Altitude, raus aus dem Flieger -- UND -- raus die Wäsche. Und die war gross ....
Schon in der nächsten Load wunderten sich die aus dem Fenster träumenden Aufsteiger, als in 3800m plötzlich ein geöffneter Fallschirm am Fenster vorüberzog. Alle klebten an den Fenstern, und plötzlich noch einer. Und noch einer. Und noch einer. .... . Und noch immer einer. Insgesamt 12. Nur Phillip wusste Bescheid und umkreiste die HAHO-Truppe bei jeder Load, bis sie nach Stunden endlich die tunesische Kaserne erreichten. Und Phillip überprüfte die vollzogene Landung bei Sonnenuntergang, näherte sich militärisch korrekt aus der untergehenden Sonne, nicht ohne Überreaktionen der Bodentruppen zu befürchten.
Doch es waren keine Einschusslöcher vorhanden.
Und sonst lief der restliche Tag wie business as usual. Grinsende Gesichter, egal ob Bauch oder Kopf oder Sitzen. Heinzi ist auf der Jagd nach einem Weltrekord - er wurde aufgenommen in den erlesenenen Kreis der Personen, die in Tozeur schon 2 Reserven haben.
Ach ja, in der Früh war Hoffnung!! Wir hatten eine geschlossene Wolkendecke. Leider kein Schnee, kein Regen, kein Sandsturm, kein Erdbeben, nix. War nach 4 Minuten wieder weg. Also wieder den ganzen Tag nur blue sky und die gelbe Sau, sprich Sonne.
Bis morgen --

Euer Wolf

5. Februar

So, unseren kleinen Schülerleins und Zauberlehrlingen haben wir in der Luft was beigebracht, jetzt werden wir die Perspektive ändern und mal unser Zauberschülerlein mal was schreiben lassen... have fun

so, jetzt schreibt mal ein schüler um all die daheim gebliebenen angehörigen (sprich mamas, papas, omas, opas, tanten, onkels und all die anderen armen schweine, die im dreckigen matsch der großstadt ersticken) zu beruhigen. einmal vorweg, uns geht es allen suuuuuuuuper prächtig. alle bedenken bezüglich verletzungen und dergleichen können wir mit einem stolzen grinser widerlegen. (klopf gerade auf den marmortisch, auf dem ich schreibe. war grad kein holz in der nähe.) ich kann euch sagen, dass wenn ich gewusst hätte wie geil es ist, bei 4.500m aus einem flugzeug zu spazieren, dann hätte ich ohne mit der wimper zu zucken sogar das doppelte gezahlt. (hoffentlich liest das der thomas nie) 

wir schreiben heute den 5. februar im jahre 2004. im idylisch sandigen tozeur geht wieder einmal die sonne unter und 8 glücklich dreinschauende schüler verlassen den flugplatz. schüler, nein was schreib ich da ... unsere AFF-level liegen ja schon lange hinter uns und wir toben uns wie die wilden im freien fall aus. die ersten kappen-spiralen, sitzer und headdowns wurden gesichtet. verdammt sind wir talentiert - grins. (wolf schaut gerade weg, das heisst ich kann das beruhigt schreiben) nun kommen wir doch einmal auf die einzelnen zu sprechen, denn irgenwie gehen die angehenden freeflyer, headdowner und relativ-springer in diesem tagebuch unter. eine korrektur vorweg: keiner hatte ein angstverzogenes gesicht bei seinen ersten sprüngen. die verzogenen grimasen waren eher durch diverse verdauungsprobleme der alteingesessenen säuf.. äh springer zurückzuführen. fangen wir also an: 

da haben wir einmal unseren florian, auch origineller weise floh genannt. anfangs wurde er eher als zurückhaltend und schüchtern eingeschätzt. oh shit, weit gefehlt. mittlererweile wurde er auf kamikaze-floh umgetauft. keiner packt so schnell (zitat: "wird scho aufgehn ..."), kein anderer wirft sich mit solch lautem gebrüll wie ein suizid-gefährdeter aus dem flieger. doch keine angst, der schirm öffnet immer - doch wie sich unser guter floh dann richtung landezone zwirbelt ist der schrecken aller lehrer. heute zum beispiel, hat unser stunt-man von morgen sogar im freien fall gemeint, er könne ohne helm ja auch noch landen und das gute stück bei 3.000m einfach wegfliegen lassen. bei der schirmfahrt gab es ein kurzes wiedersehen bis schlussendlich der blaue kopfschutz in der ewig weiten wüste verschwand. (klaus freute sich über 70 euro) 

machen wir also weiter mit dem nächsten, nicht ohne zuvor einen blick auf unsere strenge lehrerin domina-uschi zu werfen (links): drago, unser "oida, bist du deppat ... host an tschick !?!" permanent zuspätkommer, ist heute wieder am flugplatz aufgetaucht, nachdem er gestern einen tag pause einlegen musste (glück gehabt, damit gab er uns die chance auf seine sprunganzahl aufzuschliessen - verdammt, war der immer wieder schnell unten. zitat pablo: " this guy is a fucking tracking machine ...") ihr fragt euch sicher warum er gestern nicht war !?! na ja, nach einer durchzechten nacht ist er erst um 13 uhr aufgestanden, hat bis 14 uhr zähne geputzt und bis 15 uhr versucht seinen magen zu erleichtern ... geendet haben diese versuche mit einem gemütlichen chill-out am pool. 

weiter geht´s mit unserem oliver: der größte im bunde hat heute seine 2 reduzierer hinter sich gebracht und ist nicht einmal blass geworden. wenn wundert´s, bei dem sauerstoffmangel im flieger (grund: siehe oben) - da fällt einem das denken wirklich schwer, was oft eh besser ist, wenn man da hinunter schaut. aber immerhin, er hat sich tierisch gefreut, denn endlich durfte auch er einmal bei der tür sitzen. heute war es auch sein großer tag ... ein paar von uns verlagerten die drop-zone auf das alte star-wars-gelände mitten in der sahara. das war für den darth-vader fanatiker einer DER hauptgründe für dieses abenteuer. mittlererweile ist er einer der smoothesten skywalker in unserer runde. 

sodalle, jetzt schreib ma endlich über den max, nachdem er in sein betterl verschwunden ist und nicht mehr kontrollieren kann, was ich schreib. der dünne dickste freund von drago ist eine richtige springer-maschine. der rekord an schülersprüngen in tozeur liegt bei 64. wenn´s einer schafft diesen rekord zu brechen ist es er. sein ziel sind mindestens 70 ... na mal schauen. nachdem er der einzig erfahrene an rundkappen ist, trauen wir ihm das alle natürlich zu. so genial und talentiert er sich in der luft bewegt (äh stabil ist) und dived, so schrecklich schlampig packt er. aber wenn wundert´s, immerhin hat er beim chefe g´lernt, und wer dem thomas schon mal packerl machen zugeschaut hat, weiss das der max ja gar nichts dafür kann. 

nun zu harry, meinem lieben zimmerkollegen, während alteingesessene springerkollegen (?) mit strengem blicke bereits über eine flugplatzbesetzung reflektieren (für nicht-springer : nachdenken) : er ist wohl der mann, der es hier am g´miatlichsten nimmt und prinzipiell auf seinen füssen und nie auf seinem ar... äh 4 buchstaben landet. völlig sprung-stressfrei und relaxed ist er vom helikopter piloten zum mister stabil gekürt worden. die welt dreht sich weiter und er sich nicht. ich hab ihm echt viel zu verdanken, immerhin hat er es geschafft die lüftung wärmer einzustellen (in der nacht ist es hier sau-kalt) und das menü auf unserem fernsehr ist nun auch auf deutsch. danke harry !!! na ja, g´lernt ist g´lernt ... vielleicht schraubt er ja morgen an der pink herum und unser pilot phillip kann endlich im flieger die pay-tv-kanäle empfangen. wer fehlt denn da noch !?! 

ach ja, unsere beiden tschechischen freunde lucie und zdenek (schreibt man sicher anders, also nennen wir ihn nun franz ... schreibt und liest sich einfacher) lucie ist, wie man unschwer erkennen kann, das einzige mädchen unter uns (woran kann man das eigentlich erkennen !?! *fragenddreinschau*) na ja, wie auch immer - gehen wir einmal davon aus, das ihr was fehlt. was sie dafür hat, ist das einzigartig weiblich sanfte gefühl in der luft. ihr heutiges zitat. "sitting is like being raped by air" - leute ihr verpasst echt eine geile show. 

franz ist unser aller held, denn immerhin tracked er flacher und schneller als der pink-chef höchstpersönlich. na ja, wen wundert´s wenn man mit 69 noch versucht die beine ganz durchzustrecken. ausserdem bremsen bei franz auch nicht die großen ohren. (schaut mal genau ... grins) unteranderem ist franz auch der einzige von uns ex-schülern, der den griff zur reserve wagte - und das nicht im hänger sondern bei 700m übern boden und 200 km/h schnell. 

last but not lea... ui, ist das ein ausgelutschter spruch ... bin nun ich an der reihe, während alle anderen nur mehr die linke nette abendgestaltung in kopf und kehle haben: ausschlaggebend für diesen traum, den ich mir hier erfülle, war der stress in wien, mein voller kopf und die depressiven wintertage. ich kann euch ehrlich sagen, dass ich all das innerhalb der ersten 2 tage abgelegt habe und zum gewohnten positiv-denkenden "sonnenkind" zurückgefunden habe. kann mich nicht daran zurück erinnern, wann ich zum letzten mal 2 wochen so wenig ferngeschaut und so wenig an sex gedacht hab wie hier. (aber wenn wundert´s, laut andrea, unserer lieben free-fall-nymphomanin aus klatovy, besteht hier ein allgemeines "schüler-fick-verbot" zitat ende !!!) was bleibt mir denn dann anders übrig als meine zauberei und den unbedigten wunsch ein free-flyer zu werden, zu verwirklichen. heute war wohl der bisher schönste sprungtag für mich ... nicht nur das ich mit andrea in derluft den "horny gorilla" flog, ich habe meine ersten sitz und head-down-versuche dank eines coach-fluges mit uschi und martin gemacht. ui, ist das geil. aber das allerbeste war wohl die supercoole freefly-hose, die mir martin (einer der top-five-freeflyer der welt) geborgt hat. da war der kleine eitle zauberer glücklich und plötzlich war alles viel chilliger in der luft. sau cool fand ich auch die aussenlandung, die wir heute mit thomas bei star-wars machten. an dieser stelle kann ich nur sagen: "obi björn" hat mich viel gelehrt !!! schlussendlich kann ich nur sagen: wer nicht mitgekommen ist, ist selber schuld !!! don´t miss it next year !!! euer braungebranter zauberer ... äh niki !!!

6. Februar -- Bilder kommen noch !!

Wieder haben wir oder Snowi weder Kosten noch Mühen noch sonstirgendwas gescheut, um Euch von der Chronistin, die tippt, die wundersame Geschichte der stetig wiederkehrenden Kappe des erzählenden Snowis unter allgemeinem Gejohle der anwesenden, noch immer Kappenbesitzenden Springerkollegen, die .... jetzt ist mir der Satz zu kompliziert geworden, ich übergebe (nicht mich) den Rechner ... und wenn Ihr glaubt, gestern wurde viel geschrieben, dann wartet ....

Der Wolf schreibt Blödsinn, wie so oft *kicher*. Der Snowie ist nämlich schon zu zu, um die Geschichte zu erzählen, und ich selber... kenne sie gar nicht! Ich werde die Bildschirmzeit also nutzen, um euch von all den Dingen zu erzählen, die diese nur-Springer-Banausen gar nicht wahrnehmen - bzw nicht für erwähnenswert halten.

Da wäre zum Beispiel die Farbe der Wüste, die heuer wegen überdurchschnittlicher Regenfallsmenge nicht nach Wüste, sondern nach Wiese ausschaut - Gelbe und lila Blüten, vor allem, aber auch weiße ab und zu. Jede Menge fliegende Insekten, die man aus den letzten Jahren gar nicht kennt, Fliegen, Käfer, aber auch bösartig stechende Gelsen. Die Sprachen, die heuer auf dem Platz mehr denn je durcheinander fliegen, Deutsch, Englisch, Französisch, Tunesisch, Tschechisch. Die wunderbare Sonne, die uns ganz im Gegensatz zum Vorjahr zwischen den Loads zu herumliegenden Faultieren macht, die nur noch mit einem Auge auf die unermüdlich übende Relativtruppe unter Skips Oberherrschaft linsen. Und... aber ich muss Schluss machen, Snowie ist doch noch etwas eingefallen, und er zerrt quasi unerbittlich an dem Laptop, den ich gegen soviel biergefüllte Manneskraft nicht verteidigen kann - daher übergebe ich jetzt (nicht mich) den Rechner.

Also, hier bin ich: 1. Snowy (offizielle Schreibweise), 2. will ich gar nicht schreiben, sondern muß, sonst wird mir für heute Abend das Bier entzogen, dann gehen morgen die Headdowns nicht mehr so relaxed, das will sicher niemand...

Beim ersten Kappenverlust, bei dem ich ja flachtrudelnderweise das gute Stück noch retten konnte, Handwechsel, Kappenöffnung glücklich überstanden - dann bei den ästhetischen Sliderzusammenzurrversuchen doch noch abgeworfen und traurigen Auges beim trudelnden Abwärtsflug überholt (Andrea, bitte sag nicht ein, Du verwirrst mich) machte ich mich ja noch auf den Weg in die Wüste, ohne um Mithilfe zu bitten, da ich den Versuch ohnehin nur halbherzig und sinnlos fand. Nach 20minütigem Wüstenspaziergang (hügeliges Gelände, Socken, Schuhe, Plastiksackerln zwischen den Büschen (Andrea: Aber NICHT Andreas Höhenmesser aus 2002) war mein Gewissen beruhigt. Auf dem Rückweg stolperte ich dann doch noch über die Mütze und freute mich zumindest über den geretteten Höhenpiepser. Leider aber angeknackster Verschluß, ungeschickt und hilflos wie immer dachte ich natürlich sofort an Younes (organisiert uns heuer einfach ALLES (Nachtklubempfehlung, Bier am Abend, Sandwiches, Kombireparaturen (nähende Oma) und auf Wunsch auch nächtlichen Beistand, der aber (sonderbarerweise) bisher noch immer nicht in Anspruch genommen wurde)) und nahm den Pipi aus der Seitentasche. (Andrea: Komm, keine Natursektgeschichten hier (Andrea schreiend, die Kellner kopfdrehend)). Glücklicherweise aber Christian (B-Man) an meiner Seite, mit vereinten Kräften eine großartige Verschlußkorrektur (Kabelbinder, ausgefeilte Nut, ...) angebracht kam doch das alte Kapperl zum Einsatz. Beim zweiten Steigflug begann ich mich dann langsam über mich selbst zu ärgern, da mir auf 300 Metern das fipfipfipfipfip abging. Jubiläumssprung für Alex Januschke (nicknamevorschlag: Wampi, man kennt ihn auch aus dem Siebensternbräu), gebriefter 6ertrain (eigentlich fast ein Riesentrain (danke Prosecco) .... obwooohl), ich mittig links. Plötzlich wieder das altbekannte luftige aufgeblasene Gefühl über der Glatze - natürlich hebt die Mütze wieder ab. Mir schießt durch den Kopf: Erstens ist ärgerglücklicherweise ohnehin kein Ditter drin, zweitens will mich meine Kopfbedeckung offensichtlich nicht mehr und drittens kann ich (ehrgeizig wie ich nun mal bin) doch keinen Jubiläumssprung versauen. (Am Video (das hab ich adrenalinbedingt offensichtlich verdrängt gehabt) ist immerhin eine linke Hand zu sehen (meine), die doch noch zu einem Rettungsversuch ausgreift, offensichtlich über die ärgern wollende Kappe überrascht, als diese zur Verabschiedung aufs rechte Knie hoppelt. Jedenfalls ist der Riiiesentrain wirklich gelungen und glücklich nackt stürzte ich im Highspeedheaddown neben dem sitzenden Jubilar der Erde entgegen. Leider wurde der Abschied letztendlich doch noch durch findige liebe Kinder verhindert, immerhin wurde ich aber dadurch brainlockmäßig betrachtet rehabilitiert: Der Verschluß ließ sich - schon verschlossen - wieder aufziehen.

So, jetzt ein kleiner (interessanterer Einschub, alle unter 18 klicken bitte hier), es schaut mir nämlich endlich niemand mehr über die Schulter (mampfen selig im Speisesal bzw. sitzen doch noch mit grünen Flaschen (mittlerweile von der Tipperei gelangweilt) neben mir). Vorgestern kam ein verflossenes Gschpusi von Tom (sah man nicht gleich, viele dachten, es handelt sich um die weibliche Filmteambegleitung von VOX (jaja, wir sind alle im Fernsehen (endlich geadelt würde Neil Postman sagen) - ich dachte: in etwa so sieht meine Traumfrau aus) an. Am nächsten Tag am Flughafen stellt sich dann überraschenderweise heraus: Nein, auch Traumfrauen (außer Silvia Wagner, Andrea, Alex und alle anderen die ich persönlich kenne (bitte nochmals lesen, ich wäre als Frau beim ersten mal Lesen auch beleidigt)) springen. Tom verrät sich, da er nach Landung seinen Schirm ungefähr etliche MinutIen neben Heidi sonnt und sonnig lächelnd brät (Tom und sein Schirm), ich freue mich für Tom und denke Tom, Du alte (sieht man nicht, er duscht immer kalt) Bratpfanne. Also lege mich auch ins Zeug, nehme Abends ausnahmsweise ein paar Bier mehr als sonst (irgendwo muß ich ja den Mut her"zaubern" (da hilft auch kein Zauberer am Platz). Stuuuunden später übersiedelt der harte Kern (begleitet von einer fast vollen Weißweinflasche, niemand durstig, Gottseidank rettet Christian schlußendlich das Debakel und nimmt sich des ignorierten Gebindes an (heute war übrigens sein Ruhetag)) ins Hallenbad, Phillip schaltet die Halle in romantisches Zwischenlicht und marschiert haarig nackig Richtung Riesenpool (...). Altersbedingter schwacher Paarungslustschwund (oder der angeschwartete Körper, an den ich mich selbst noch nicht ganz gewöhnt habe) ich flüchte jedenfalls ins Zimmer. Wurde natürlich von der Gutenachtbierrunde (natürlich auch Fernet) eingeholt, Heidi flachliegend neben mir. Einige vergessene Augenblicke später stehe ich unterhosig vor 101 (Christian und ich: 208 (falls uns noch jemand besuchen möchte)). Klopfklopfklopf. Pause. KLOPFKLOPFKLOPF. Tür öffnet, gleichzeitig auch meine Augen auf etwa doppelte Größe: Tom. Taumenlnd beim Bett angelangt (Tom hat sich sofort wieder unter der Bettdecke versteckt (vorhin (jetzt grad, er hat nichts gegen die Veröffentlichung einzuwenden) meinte er: no mei (Tom kommt aus München), halt gleich wieder an die Arbeit) stellt mich Heidi vor die Wahl (meine Augen ungefähr schon riesengroß (.)): Entweder Du kommst (wie auch immer das gemeint war) her, oder Du gehst. So, leider ist die Geschichte hier zu Ende, eine Minute später bin ich nämlich (das weiß ich noch, verrat ich jetzt aber nicht, wo), eingeschlafen.

7. Februar -- still in production!!

11. Februar
Nach all den aufregenden nächtlichen Gspusi-Geschichten gehts jetzt mal wieder zurück zum Springen. Wie das Tagebuch-Updaten zeigt waren wir sehr fleißig und nach der letzten Load und einigen Bieren später zu müde um unsere Erlebnisse aufzuschreiben. Auch das mit den Fotos funktioniert wegen langsamer Internetverbindung nicht so gut. Ich verspreche aber, sie alle sofort nach Ankunft in Wien online zu stellen.
Die letzten Tage bescherten und nicht nur viele Loads sondern auch noch traumhaft warmes Sprungwetter. Übers Wochenende fanden sich gleich zwei Fernseh-Teams in Tozeur ein. VOX TV berichtet Mitte April über den Pink Boogie Tozeur. Außerdem haben wir noch einen Werbespot für eine Taschentuch- und Toilettenpapier Marke gedreht. Sehr zur Belustigung aller Anwesenden wurde die Hauptfigur in ein hautenges Badeanzug-Kostüm mit Military-Boots gesteckt. Wie genau das ausgeschaut hat überlasse ich eurer Phantasie...
Am heutigen Tag wurde der offizielle Tozeur-Reserven-Rekord (Aufgestellt von Wolf im Jahre 2002) von unserem Heinzi gebrochen. Nach einem Severe-Linetwist schmiss er die Hauptkappe direkt ins Zentrum von Tozeur und landete selbst unverletzt im Friedhof. Hauptkappe und Freebag wurden von freundlichen Bewohnern wieder am Flugplatz abgegeben.
Auch die erste Außenlandung nach Chebika - oder war es doch Chiquita?! - wurde soeben gesprungen. Die letzte Load ist in der Luft und der Sonnenuntergang ist wieder mehr als romantisch.
Ich bin mir sicher, dass sich noch der eine oder andere heute ums Tagebuchschreiben reißt, deshalb mach ich hier jetzt Schluss und wünsche einen schönen Abend. Uschi

Genau. Und wer reisst sich darum - the incredible Working-Machine, of course.
Viel gibts eingentlich nicht zu ergänzen, vielleicht nur den Sunset. Und der hatte es in sich, die Oase in Chebika zeigte sich heute von der besten (Licht)-Seite.
Und natürlich ohne Handschuhe, weil es hier so warm ist, auch bei Sonnenuntergang. Hoffe, Ihr habt nicht zuviel Schneefall.

Nun gut, also lassen wir unsere kleinen Springerlein den Sonnenuntergang geniessen, jeder auf seine Art. Ein schöner Relativ-Vierer. Man sollte vielleicht erwähnen, dass hier 3 Ex-Noch-Schüler dabei sind.
Ein Sitzer, gefilmt am Kopf.
Fehlt eigentlich nur ein Twist. Na, wers mag...
Doch seht selbst...

Ach ja, und Tunesien ist im Finale im Africa-Cup. Gratulation, Burschen !! The working machine

Das wars vom Tagebuch aus Tozeur 2004. Hier gibts noch den Reisebericht von Tricky Niki mit Fotos

   


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