Alpin-Boogie Sillian im September 1999

Alpin-Boogie Sillian im September 1999

Strahlend blauer Himmel, keine Wolke, Sichten bis zum Anschlag: Franz "Sepperl" Reinisch landet mit der PINK am Freitag nachmittag auf Lois‘ Wiese in Hainfels, nahe Sillian. Der Boogie-Organisator, Walter Unterasinger, erwartet ihn mit freudigem Gesicht, zwei Hütten für flüssige und feste Verpflegung, sowie ein Packzelt sind bereits aufgebaut. Die Drachenflieger-Hütte wurde als Videoraum umfunktioniert, das idyllische plätschern der Bergquelle, die gefasst zum Hüttel umgeleitet ist, sorgt für eine ländliche Atmosphäre, aber auch für den häufigen Gang zum Pissbaum. Sepperl und seine Frau, die für die erste Wochenhälfte als Pilot und Manifest eingeteilt sind, sowie Dieter, steigen mit einem grossen Smile aus dem Flieger, der das schlechte Gewissen bei Weitem übertüncht. Das schlechte Gewissen rührt wohl daher, dass er den Weg von Wiener Neustadt nach Osttirol nicht direkt, sondern über die Zentralalpen – Dachstein – Hochkönig – Grossglockner und Grossvenediger geflogen ist. Die beiden Piloten drängen auf noch einen Start, es sei so wunderschön dort oben, Lois aber hat die fortgeschrittene Stunde dazu genutzt seinen Schnaps mit den anwesenden Springern und Tandemmastern zu verkosten. Schade, die beiden wären wirklich noch gerne geflogen. Dafür beginnt am Samstag, bei eben gleichem Wetter, der Sprungbetrieb kurz vor acht. Springer, die seit Jahren kommen und diese Woche den Sillian-Boogie benutzen, verlangen Priorität um in den Flieger zu kommen, die tiefstehende Morgensonne und das wunderschöne Licht ist gut für Freifaller und Freestyler. Tandempassagiere können damit eh nichts anfangen. Ein Argument das zählt, Unterasinger verschiebt murrend die Tandempassagiere in die späteren Starts, wie begonnen verlief der Boogie bis Mittwoch – ein Tag schöner als der andere. Bis zu acht Sprünge pro Tag ziehen sich die Relativer und Freestyler in dieser traumhaften Herbstwoche rein. Traditionsgemäss endet der Tag nicht mit dem Abend, Besuche auf Lois‘ Hütte auf der Tessenberger Alm in 2000 m, wo übrigens hingesprungen wurde, und andere abendliche Events – bestens organisiert von Walter – hinterlassen fallweise tiefe Zeichnung in den Gesichtern der Springer am nächsten Morgen. Mittwoch abends ist Schichtwechsel der Piloten, Sepperl fährt widerwillig in sein Büro, wo er zwei arbeitsreiche Tage geplant hat und Thomas übernimmt den Smile, steigt Donnerstag früh in den Flieger und holt mit Umrundungen des Grossglockners und Grossvenedigers den Lustgewinn Sepperls Überflug nach. Die Springer sind begeistert, Thomas lässt sich anspornen und legt bei jedem Flug eine Sightseeing-Minute dazu. Freitag abends ziehen erste Wolken auf, Samstag ist durchaus noch sprungbares Wetter, allerdings lässt die Fernsicht von 200 km auf nur mehr 30 km nach und der Sonntag morgen beginnt mit Regen. Doch tauchen immer wieder blaue Löcher auf, einige wenige Starts gehen noch, aber viele reisen bei diesem "Tandem-Wetter" schon zu Mittag Richtung Heimat ab. Diese Reise in die Heimat ist für viele Besucher - Österreicher oder Süddeutsche - relativ kurz, Henk hat einen weiten Weg nach Holland und der nördlichste Deutsche fährt nach Hamburg zurück. Egal wohin die Fahrt geht, Walter wird für den gelungenen Boogie und das schöne Wetter bedankt, gebeten und angefleht nächstes Jahr wieder Sillian laufen zu lassen. Denn alle wollen wieder kommen. Thomas, Lois und Walter sind sich an diesem Sonntag einig, dass es Sillian wieder geben wird. Fest steht auch schon der September, die Option zu wählen zwischen 8.und 17.oder 15.und 24.September 2000 lassen sie offen.


Springen aus der Pink Skyvan * Tandemspringen und Fallschirmausbildung * Ballonfahren * Skystunts.com * e-mail an office@pink.at

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