Tagebuch The Pink Gambia Boogie 2008

TAGEBUCH TEIL 1

 TAGEBUCH TEIL 3

31.1. und 1.2.08

Nach zwei langen und heißen Sprung-Tagen, hier nur ein kurzes Update:
Aufgrund der großen Hitze zu Mittag haben wir heute zwischen 14 und 16h eine Pause am Pool eingelegt. Am Vormittag hatte Clemens die erste Reserve in Gambia. Sein Hauptschirm entschloss sich, auf dem zweithöchsten Baum in der Umgebung zu landen. Zum Glück fand sich ein Einheimischer, der gleich auf dem Baum gekraxelt ist und den Schirm wieder herunter gebracht hat.
Die zwei RW Gruppen waren fleißig am Springen und auch die Freeflyer haben einige schöne Sprünge gemacht.

Fotos von Michi Palliardi

Fotos von Daniel Ramsbott

29. und 30.1.08

Dienstag Früh: wir sitzen beim Frühstück und da läutet das Telefon. Es ist Catherine, die Flugplatzchefin. Die Bewilligungen sind alle da aber die Öffentlichkeit wurde noch nicht informiert. Das Gambinesische Fernsehen und die Tageszeitung wollen beim ersten Sprung seit 1981 dabei sein und sie kommen morgen um 10h zum Flugplatz. Davor geht nix. Selbst Räubersgeschichten von Springern, die absagen weil wir noch nicht gesprungen sind lassen sie nicht umstimmen. Langsam steigt unsere Nervosität. Morgen kommt eine Load voll Springer und wir sind noch nicht geflogen... ob das gut geht?
Als legen wir uns wieder an den Pool und versuchen die Zeit zu genießen. Die letzten Stunden vor dem großen Sturm. Am Abend gehen wir zu Jojo's essen. Gute Steaks, Salate und Suppen. Morgen müssen wir früh raus. Der Flug von Frankfurt kommt um 05:05h an - glauben wir...
06:00h am Mittwoch: Thomas und Uschi treffen sich verschlafen an der Rezeption. Die letzten Vorbereitungen werden getroffen. Der Bus sollte jeden Moment kommen. Doch er kommt nicht... um kurz nach 7h kommt dann Mario, unser Schweitzer, der zwar mit dem gleichen Flieger, aber einem anderen Anbieter nach Gambia gekommen ist. Von ihm kommt die Info: der Flieger war in Frankfurt so voll, dass nicht mehr genügend Sprit getankt werden konnte um bis Gambia zu kommen. Deshalb musste in Teneriffa zwischengelandet werden. Kurz darauf kommt auch der Reisebus mit den verschlafenen Springern. Alle sind gut angekommen. Ein paar haben fürs Übergepäck bezahlt, ein paar nicht. Für alle Nachreisenden noch mal zur Info: 25kg Sportgepäck kosten 25,-- Euro. Bitte um Bekanntgabe am Check in, wenn mehr Geld verlangt wird.
Also, zurück ins Senegambia Hotel. Frühstücken und um 09:30h gehts dann zum Flughafen. Der Shuttlebus ist luftig und den Leuten gefällts. Die Fahrt zum Flugplatz vergeht schnell und auch der Security Check ist schnell erledigt.
Bei der Pink erwartet uns schon eine Masse an Menschen. Das Fernsehen ist da und alle Offiziellen vom Flugplatz. Also, rein in die Gears und Triebwerke anlasssen. Als die Pink zum ersten Mal in Gambia Richtung Piste rollt ist die Erleichterung deutlich zu spüren. Die am Boden gebliebenen richten in der Zwischenzeit das Packzelt her. Und dann hängen sie auch schon am Schirm... Die Gambianer sind unglaublich aufgeregt. Das über ihrem Flugplatz plötzlich bunte Schirme fliegen haben sie sich nicht gedacht. Der Wind ist etwas pockig und stärker als beim Start und so landen ein paar Springer nicht auf der Landewiese, was das ganze nur noch aufregender für sie macht.
Das Packen bei 30 Grad stellt sich als etwas mühsamer heraus als gedacht, aber dann gehts schon rauf zur Load 2.
Danach sind alle fürs erste geschafft. Eine durchgemachte Nacht, 25 Grad mehr als zuhause und zwei Sprünge ist genug für den ersten Tag und so gehts zurück ins Hotel ans Pool.
Morgen ist Abfahrt um 08:45h!

PS: Liebe Elisabeth, lieber Peter, liebe Silvia: Petra und Anna haben den Tag gemeinsam mit Victoria im Hotel verbracht. Alle sind wohlauf und zurfrieden.


Lewetz beim Interview

Michi im Freifall

Oliver und Michi kurz nach dem Exit

Headdown Exit over Banjul

Camp

Nach dem 1. Sprung

Die Gambianer sind aufgeregt...

Sprung mit der Fahne von The Gambia

Die Pink vor dem 1. Start

27. und 28. 1.08

In manchen Bereichen unterscheidet sich Gambia überhaupt nicht von Europa, und das ist zum Beispiel, das am Sonntag hier die Behörden sicher nicht arbeiten. Deshalb verbringen wir den ganzen Tag am Pool und genießen die 30°C im Schatten.
Das die Gambianer feiern können beweisen sie uns am Sonntag abend. Reggae-Konzert am Nachbarsgrundstück. Um Mitternacht steigert sich die Laudstärke noch einmal merklich und gegen 4h früh ist der Spuk dann zu Ende.
Um 7:15h läutet der Wecker. Heute haben wir einige Meetings am Flugplatz und noch ein paar Dinge zu organisieren. Skip bekommt den Auftrag Packplanen und Zeltstangen für unsere Schattenspender zu besorgen und macht sich mit unserem Fremdenführer mit Namen, den sich niemand merkt auf den Weg zum Markt in Banjul und Serrekunda. Thomas, Phillip und Uschi bleiben am Flugplatz. Das erste Meeting mit dem Deputy Director of Civil Aviation in The Gambia verläuft kurz und zufriedenstellend. Alle Bewilligungen sind da, allerdings erst ab morgen, dem 29. Wenn wir heute springen wollen ist das nicht so einfach. Da muss man noch mal beim Verteidigungsministerium angesucht werden und das ist auch schon passiert. Aber wann und ob die Bewilligung kommt, ist noch nicht ganz klar. Aber am Morgen können wir ja auf jeden Fall fliegen. Alles klar.
Dann werden noch die Gurte im Flieger montiert und nach einem kurzen Meeting mit Catherine, der Flugplatzchefin kommt auch schon Skip wieder aus Banjul zurück. Leider gab es dort keine Zeltstangen, aber wir werden schon noch welche finden.
Also wieder alle rein ins Taxi und auf dem Weg ins Hotel bleiben wir im Bambus-Geschäft stehen, lassen zwei Bambus-Bäume für je 60 Dalasi fällen und bringen sie wieder zum Flugplatz.
Jetzt fehlen nur noch die Nägel, um das Zelt am Boden zu halten. Auch diese kosten 60 Dalasi - wie praktisch.
Im Hotel schüttet sich jeder erstmal 1,5 l Naturelle-Wasser rein. Obwohl es heute leicht bedeckt ist und nicht ganz so heiß, trocknet man doch ziemlich schnell aus.

26.1.08

Heute war Touristen-Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück gings zuerst auf die Krokodil-Farm und dann nach Banjul auf den Markt. Hier ein paar Fotos:


Krokodil-Farm

Wo sind die Krokodile?

Da sind sie ja...

Banjul refreshment center...

25.1.08

Tagwache um 7:45. Skip, Hane und Phillip sind schon beim Frühstück. Um kurz vor 10h dann die Abfahrt zum Flughafen. Auf dem Weg dorthin noch ein kurzer Stopp bei einem Transport-Unternehmen. Die Frage des Transportes zum/vom Flughafen ist immer noch nicht ganz geklärt. Aber wir haben ja noch ein paar Tage Zeit.
Am Flughafen kümmert sich Skip um unsere Zugangsbewilligungen. Für jeden Angemeldeten werden 2 Formulare ausgefüllt, wir bekommen unsere temporären Zugangsberechtigungen und machen uns auf den Weg durch die Sicherheitskontrollen hinaus auf die Abstellfläche zur Pink. Während Phillip in der Zeit des Freitags-Gebetes versucht, Sprit zu bekommen plündert Victoria seinen Süßigkeiten-Vorrat. Aber vorher hilft sie ihrem Opa noch beim auseinander schrauben des Ferry-Tank-Systems. Dann werden die Triebwerke angelassen und wir rollen zu unserem Fallschirm-Camp für die nächsten 2,5 Wochen: der alten Feuerwehr-Station.
Bei über 30 Grad ist das Flieger-Ausräumen ziemlich mühsam und die paar Meter zu unserem Lagerhaus werden immer länger. Aber schließlich ist es geschafft. Dann die schlechte Nachricht. Die Offiziellen brauchen eine Bewilligung vom Ministery of Defense. Sonst lassen sie uns nicht fliegen. Der Typ, der uns unsere Bewilligungen ausgestellt hat ist heute nicht mehr da (so wie in jedem Land arbeiten am Freitag um 14h auch die Gambianer nicht mehr). Also heißt es für uns: bis Montag geht gar nix. Wir werden die nächsten zwei Tage mit touristischen Aktivitäten verbringen.
Nach einem Fußmarsch zurück zum Hauptgebäude und einer Taxifahrt mit einem etwas älteren Taxi (der Kilometerstand von über 350.000 zeigt wahrscheinlich eher 1.350.000 an) sind wir endlich wieder zurück im Hotel. Die Beachbar und das Pool erwarten uns mit kühlem Nass. Wir genießen eine kurze Pause und machen uns dann auf zum "The Butchers Shop", einem Steakhouse, das Thomas noch von seinem ersten Besuch mit Silvia kennt. Dort sitzen wir jetzt und warten auf unsere Steaks.


Abendessen im "The Butchers Shop"

Victoria füttert illegaler Weise einen Affen

Feuerwehr Station

Mit dieser Ambulanz will man nicht einmal mit gesunden Zustand fahren

Die Pink auf ihrem Parkplatz für die nächsten 3 Wochen 

Animations Show im Hotel

24.1.08

Die Nacht war gut. Die paar Stunden Schlafentzug der letzen Nacht haben sich bemerkbar gemacht und so treffen wir uns alle gut ausgeruht zum Frühstück. Wojo-Juice (ein roter, undefinierbarer aber gutschmeckender Saft), Kaffee und das große Frühstücks-Buffet bringen die Lebensgeister in Schwung.
Dann gehts zum Shoppen. Wieder ins Internetcafé und jetzt haben wir auch eine Telefonnummer in Gambia: 00220 9789179. Leider funktionieren weder österreichische noch deutsche Telefone hier. Aber für freigeschaltete Telefone gibts um 200 Dalasi eine SIM Card.
Nach einer Stunde im Internetcafe knurrt der Magen und wir gehen in eines der vielen Restaurants in der Strasse vor dem Hotel. "African Queen" soll es heute sein und auch dort gibt es wieder ausgezeichnetes Essen, mit Thai-Note. Diesmal ist es etwas teurer, aber immer noch billiger als bei uns. Danach besichtigen wir auch noch den Markt mit lauter hübschen Sachen. Wir interessieren uns für ein Kleid für Victoria. Ein erstes Nachfragen ergibt: 150,-- Dalasi. Eindeutig zu viel - wir bieten 30. Und innerhalb von 1,5 Minuten haben wir die nette Dame auf 50 Dalasi herunter gehandelt. Wir kaufen das Kleid trotzdem nicht. Wollten nur mal schauen wie das hier so funktioniert...
Neben schönen Stoffen gibt es hier auch noch Ketten in jeder Form und Farbe, Armreifen und natürlich die typischen Holz-Schnitzereien.

Um 16 Uhr dann das Meeting mit den Offiziellen am Flughafen. Als wir ankommen sind sie noch mitten in einem Audit. Irgendwie scheinen die uns zu verfolgen...
Nach einem kalten Cola/Fanta/Tonic im klimatisierten Flughafenrestaurant ist es dann so weit. Ein kurzes Meeting im Büro von Catherine, der Flughafen-Chefin mit dem Chef der Sicherheit und der Feuerwehr und dann fahren wir mit dem VIP Auto zu unserem "Lagerplatz". Wie auch schon in Tozeur sind wir wieder im Feuerwehr - Gebäude untergebracht. Allerdings ist das die verlassene Feuerwehrstation. Nur mehr ein paar alte Autos und ein paar Angestellte sind dort zu finden.
Wir werden hier unsere zwei Pack-Schatten-Spender aufbauen. Strom gibts auch, eine Dusche auch und sogar die Toiletten sind ganz frisch hergerichtet. Sie sind noch nicht ganz fertig, es wird auch noch ausgemalt - was für ein Luxus. Als Über-Nacht-Aufbewahrungs-Ort für die Schirme wird das ehemalige Büro des Feuerwehr-Chefs herhalten.
Die Landewiese ist sehr groß und frisch gemäht. Zur Loading Area und zum Packzelt sind es ca. 30 Sekunden Fußmarsch.
Und wir werden wir das mit dem In-den Flugplatz-hineinkommen machen? Tja, das ist nicht ganz so einfach. Jeder registrierte Springer muss eine ID Card vom Flughafen-Sicherheits-Büro bekommen. Dann gehts durch den Security-Check. Mal sehen wie lange sie das durchhalten... Also zur Info, vorallem für diejenigen, die kommen wollen, sich aber noch nicht bei uns angemeldet haben: wir brauchen UNBEDINGT Name, Geburtsdatum und Passnummer! Sonst kommt ihr nicht in den Flughafen. Außerdem ruft uns bitte an wenn ihr da seid, oder kommt ins Senegambia Hotel. Dann können wir gerne alles für euch organisiseren.

Nach der Begehung gehts wieder zurück zum Haupt-Gebäude. Die Offiziellen müssen wieder zu ihrem Audit und wir machen uns für morgen früh einen Termin aus. Dann versorgen wir sie mit den ersten Daten und Phillips hat ein Meeting mit den Controllern. Und vielleicht, wenn alles gut geht, dann machen wir morgen Nachmittag unseren ersten Sprung in The Gambia!


Thomas und Phillip vor dem Feuerwehr-Gebäude

Landewiese links

Auch hier stehen alte Flieger herum...

Landewiese rechts

Innenansicht Markt

   


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