The Gambia

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Termine laut unserem Terminplan

Im Mai 2007 fiel die Entscheidung: Eine Tozeurnachfolge muss her.

Leicht gesagt, leicht getan! Unser Herr Kapitän Phillip war im Februar in Malawi und Senegal auf ein paar Plätzen und fand keinen dabei, der als Pink Boogie platz geeignet wäre. Ein bissl Anspruchsvoll wollten wir schon sein, und zumindest an der Atlantikküste sein.

Das nächste Land nach Senegal ist The Gambia.

Ein Wurm eines Landes, mitten in Senegal gelegen, mit einem 100 km langen Küstenstreifen. Erste Recherchen ergaben, dass The Gambia 1,5 Millionen Einwohner hat, hauptsächlich von Erdnüssen und Fischfang lebt und seine Hoffnungen auf Tourismus setzt.

Tourismus kann auch Pink Boogie sein! Also auf nach Banjul, die Hauptstadt of The Gambia. Einer musste einmal hin, um die Machbarkeitsstudie zu erledigen. Wuzi fällt aus, da er seine schwangere Gefährtin betreuen will, und in Klatovys Hangar noch 2 Triebwerke zusammen bauen soll, Uschi verweigert alleine nach mitten in Afrika zu fahren, also Thomas.

Auch gut, denk ich mir, Ich hab eh kaum Urlaub gemacht, gehen wir auf Entdeckungsreise nach Westafrika. Und Silvia wollte mit mir Urlauben, eine schnelle Frage überraschte sie das Ja kam zögerlich, 2 Tage später sitzen wir um 7 Uhr im Flieger von Prag nach Frankfurt und dann ab 2 im Thomas Cook Flieger. 6 Stunden Flugzeit ab Frankfurt, und wir sind da.

Ankunft in der Abenddämmerung, Die Luft ist gelb vom Saharasand. Aus dem Fenster der Boieng 767 sind viele kleine Hütten zu erkennen, wie wir sie auch schon aus Ghana kennen. Flugzeugtüre auf, angenehme 28 Grad begrüssen uns, trockene Lust.

 

Mann, sind die Leute schwarz hier, schwärzer als in Ghana! Und viele gibt es davon! pro Koffer sind es 2 die ihn tragen wollen, natürlich um ein paar Dalasi, so heisst die Währung hier. Am Flugplatz bekommt man um einen Euro 36 davon.

Im Bus geht es zu unserem Pauschalangebothotel Sun Beach, ca. 1/2 Stunde mit Zwischenstops in anderen Hotels, in welchen die ca. 30 Touristen verteilt werden. Dieses liegt ganz im Norden des Südufers des Gambia Flusses, am Cape Point. Die Zimmer sind sehr ordentlich, die Müdigkeit gross, der Schlaf gut.

Tag 1 in The Gambia. Wir unterhalten uns mit dem Rezeptionsten, wie man es am besten angeht. Der ist genauso schwarz wie alle anderen da, nämlich ganz schwarz, und freundlich und hilfsbereit. Es gibt 2 arten von Taxis, die Preise sind festgelegt, kaum verhandelbar. Und auf eienr Tafel vor dem Hotel angeschrieben. Wohin? naja, einen Stadtplan gibt es nicht. Also probieren wir einmal. Hier fällt mir die Warnung meines Vaters vor Jahren ein, vor der Abreise nach Ghana, dass die Neger mich ausrauben und kochen werden, in einem grossen Topf, wenn ich alleine dorthin gehe. Aber ich hab ja Silvia mit, entweder kochen sie uns deswegen nicht, oder zu zweit, kann ja noch erotisch werden im Kochtopf.....

Hier gleich zum Neger. Das ist eine Bezeichnung einer Menschenrasse mit schwarzer Hautfarbe und an sich nichts schlechtes. Genauso wie Chinese, Europäer oder Indianer. Neger haben ihren Stolz dass sie es sind, und manch primitiver Weisse verwendet Neger mit einem abfälligen Unterton. Ich nicht. Soweit zur Klarstellung. 

Tag 2 Mit gemischten Gefühlen steigen wir in ein Taxi, nicht wissend wohin wir wollen, und fragen um eine Stadtrundfahrt. Mit ein paar Ausdrucken aus Google Earth und einem GPS wollen wir eine grobe Karte erstellen, Hotels finden und wiederauffindbar machen. Gelingt uns auch ein bisschen, und die Vermutung, dass die hier keine Weissen fressen wird grösser. Den Nachmittag verbringe ich mit Telefonaten mit der Tourismus Authority und dem Luftfahrtamt. Termine für morgen werden ausgemacht. Die Sonne versinkt im Atlantik, der Wein ist gut und der Schlaf wieder tief. Unser Traum handelt von einem grossen Kochtopf mit vielen Weissen drinnnen.

 

Tag 3 Der Tourismusmann ist schwarz. sehr. Freundlich, auch sehr, und hilfsbereit. Dem Plan, aus einem Flugzeug zu springen kann er persönlich offensichtlich wenig abgewinnen, auch nicht als wir ihm eine Pink News und ein paar Fotos zeigen. Aber wenn's dem Tourismus nützt, warum nicht. Er meint, der Civil aviation Chef ist der beste Ansprechpartner für uns, - eh klar, mit dem haben wir gegen mittag einen Termin.

CAA The Gambia, ein Baracke ca. 20 x 10 m beherbergt die gesamte Zivilluftfahrt. Grundsätzlich ein gutes Zeichen, denke ich. Der Chef, Mister Bojang, hat Zeit für uns, was uns sehr freut, denn telefonisch war er nur schwer erreichbar. Als wir ihn fragen, ob er der denn sehr beschäftigt sei, grinst er und meint - naja, er gibt eigentlich nur vor, sehr beschäftigt und schwer erreichbar zu sein, aber eigentlich hat er ziemlich viel Zeit. Der Chef hört zu, ist verständnisslos dem Fallschirmspringen gegenüber, lässt sich alles erklären und meint dann, dass er wenig Hindernisse in unserem Vorhaben sieht. ein bisschen Behördenkram im Ministerium und mit dem Militär, dann wirds schon gehen. Good News soweit. Jetzt geht es ans Erkunden der Hotels und des Landes.

   

Tag 4 Hier gebe ich die Tastatur an Silvia, die die Eindrücke aus dem Südzipfel und aus Banjul berichtet.
Unser Plan ist es heute, die Hotels und die Strände entlang der Küste abzuklappern und bis zur südlichen Grenze zu Senegal zu fahren. Ausgerüstet mit Notebook, GPS, unserer selbst gezeichneten Map of "The Gambia", frisch geladenem Fotoapparat und unserem Anti-Malarien-Spray, wie es Thomas amüsiert zu nennen pflegt, klettern wir ins Taxi, das mit unserem Guide Kevin, schon vor dem Hotel wartet. Pünklichst auf die Minute genau war er da, wie am Vortag vereinbart. Wenn man von der knappen Stunde mal absieht, weil das Frühstück so gut war,  waren wir auch ziemlich pünktlich.

 

Kevin führt uns von Hotel zu Hotel und passt auf Thomas Notebook auf, während wir jeweils die Anlage und den angrenzenden Strand besichtigen. Der Sandstrand wird begutachtet ob er hart, lang und breit genug ist um mit dem Flieger zu starten und zu landen. Mit dem Fallschim kann man sowieso an jeder Stelle entlang des Strandes landen.

 

Die Hotels katalogisieren wir nach Springertauglichkeit. Bedeutet zum Einen, Standard der Zimmer und der Anlage, Infrastruktur, passende Lokale zum gut Essen und Trinken in der nahen Umgebung. Zum Anderen, ob das Hotelmanagement eine Horde von Springern mental verkraften würde, ohne dass man im darauffolgenden Jahr ein neues Hotel suchen muss.
Ein Hotel-Security Mann erzählt uns von seinen Tätigkeitsbereichen. Dass er auch dazu da ist, jenen Gästen, die ein bisschen über ihren Durst getrunken haben und herumirren und ihr Zimmer nicht mehr finden, den Weg zu weisen. Gut zu wissen, ist die Schlussfolgerung von Thomas, dann dürften die da eh einiges gewohnt sein in der Hochsaison. Denn rein theoretisch .....könnte es ja sein, dass auch ein Springer einmal versehentlich ein Bier zuviel reinschüttet, ein bisserl lauter spricht als in nüchternem Zustand und nicht mehr ganz Herr seiner Lage ist ! Wie gesagt, rein theoretisch..!

  

Das touristisch erschlossene Gebiet endet nach ca. 30 Kilometern Fahrt mit dem vor wenigen Tagen neu eröffneten Sheraton Hotel. Das Hotelfoyer ist so toll durchdesigned, dass uns der Mund offen bleibt. Die Türsteher mustern uns, denn Thomas trägt zu seinen kurzen Hosen heute ausnahmsweise keine Krawatte und ich hab das kleine Schwarze auch nicht mit dabei. Und weil alles so nobel und so feudal ist, verzichten wir diesmal auf eine Zimmerbesichtigung und ziehen wieder von Dannen.

 

Die weitere Fahrt in den Süden steht in starkem Kontrast zu dem, was wir bisher gesehen haben. Denn ab jetzt kommt nur mehr dichtester Urwald und dazwischen, der Strasse entlang das eine oder andere Dorf. Dorf heisst ein paar Holzbaracken mit Wellblech obendrauf. Die Einheimischen sehen uns an, als seien wir hier die Exoten (stimmt eigentlich), die Kinder winken uns zu, laufen uns hinterher und Kevin übersetzt, was sie uns zurufen "White Man !".

 

In Kartung legen wir einen Zwischenstopp am Strand ein. Ganz schön reges Treiben ! Die Männer bauen Holzboote, Frauen waschen die Wäsche im Meer, andere sitzen vor einem Haufen toter Fische, die aussehen und auch so riechen, als würden sie schon schon seit einer Woche hier liegen. Ich beobachte Thomas aus den Augenwinkeln, er wird zusehends verspannter und trotz Sonnenbrand immer weisser im Gesicht. Fisch und Fischgeruch ist nämlich das allerschlimmste, was man ihm antun kann. Weil ich kein Unmensch bin und nicht sehr gut in Erster Hilfe, verzichten wir auf die Besichtigung der getrockneten Fische und auf die Fischräucherhallen, bevor er noch wegkippt.

 

Nach insgesamt zwei Stunden Fahrzeit von unserem Hotel bis zur Südgrenze, wo wir jetzt angelangt sind, gönnen wir uns ein kaltes Jelbrew. Das gambische Bier schmeckt hervorragend und damit Thomas seine Gesichtsfarbe wieder zurückbekommt, zumal es hier am Fluss, der da ins Meer mündet, auch Austernbänke gibt, die wir besichtigen, (schon wieder was Fischiges), trinken wir noch eines bevor wie uns auf die Heimfahrt machen.

 

Abends, bei gutem Essen und gutem Wein philosophieren wir über unsere Eindrücke des heutigen Tages. Wir haben Hotelanlagen gesehen, die keine Wünsche offen lassen, weisse saubere Sandstrände so weit das Auge reicht, blaues warmes Meer, jede Menge Palmen. Und, sehr auffällig, ausschliesslich lächelnde freundliche zuvorkommende Menschen. Die im Süden haben wohl noch nie einen Computer gesehen, können keine Mails "checken", haben keine Handys und man stelle sich vor - sie wirken trotzdem sehr sehr glücklich und zufrieden! Oder vielleicht gerade deshalb?

 

Tag 5 Wir haben nun einige springertaugliche sehr schöne Hotelanlagen ins Auge gefasst und weitläufige landbare Strandbereiche gefunden. Unsere bisherigen Gespräche mit den wichtigen Leuten sind gut verlaufen und es haben eigentlich alle ihre Unterstützung angeboten. In Gambia wird zum Wochenende nicht gearbeitet und weil wir anpassungsfähig sind, halten wir das auch so. Wir machen es uns auf den Liegen beim Hotelpool bequem, lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen und verkosten eine Flasche Hauswein. Thomas schläft unterm Sonnenschirm ein und dürfte schon wieder was träumen. Nein, diesmal nicht vom Kochtopf, denn er murmelt: My name is Thomas, I am fine, I come from Austria, I stay for one week and I don´t need a taxi.....

 

Tag 6 Zum Frühstücken geh ich mal voraus, denn Thomas trödelt. Allerdings war das keine so gute Idee, denn das gesamte männliche Hotelpersonal fragt mich unentwegt, wo denn my friend sei, ob er abgereist ist? Zur näheren Erklärung -  Sextourismus in Gambia läuft hier umgekehrt. Weisse Frauen reisen nach Gambia um sich dort mit Schwarzen zu beglücken. Die 70 jährige Deutsche, die wir seit einer Woche im Hotel beobachten, reisst sich jeden Abend einen anderen jungen knackigen Gambier auf. Wir sind jeden Tag gespannt darauf, mit welchem Typen sie heute beim Frühstück sitzt.

Abends fahren wir mit dem Taxi in die Hauptstadt. Banjul by night ist angesagt, Stadtrundfahrt und essen gehen möchten wir auch, am besten am Hafen oder irgendwo beim Meer schlage ich vor. Nun, das haben wir uns ein bisserl anders vorgestellt. Viel sehen wir nicht, eigentlich gar nichts, denn in Banjul gibt es keine Strassenbeleuchtung, es ist stockfinster, von den Einheimischen an denen wir vorbeifahren sehen wir nur deren weissen Zähne in der Dunkelheit blitzen...
Als das Taxi im Hafen stehenbleibt, ist mir ziemlich unheimlich zumute und ich rück ich ein bisserl näher zu Thomas. Ausser ein paar rostige Containern und Einheimischen, die davor herumliegen und in kleinen Gruppen zusammenstehen und uns im Auto beobachten, gibts hier nichts, gar nichts. Wir steigen nicht aus dem Auto und beteuern uns gegenseitig, dass es wohl viel viel besser ist, sich Banjul morgen bei Tag anzusehen ! (Nachdem ja alles schwarz war, gibts von Banjul by night keine Fotos...)
Also fahren wir zurück nach Senegambia. Dort gibt es viele nette sehr einladende italienische, indische, englische Restaurants, gemütliche Bars und Diskotheken. Ein paar Restaurants haben wir ja schon durchprobiert, immer sehr gut gegessen, heute ist das Steakhaus dran. Der Taxifahrer wünscht uns einen schönen Abend und wartet wie üblich auf uns im Auto. Er hat jede Menge Zeit und es ist ihm egal, ob wir eine Stunde oder fünf Stunden wegbleiben. Er möchte uns unbedingt auch zurückfahren, denn für Hin- und Rückfahrt bekommt er schliesslich mehr bezahlt, fürs Warten verlangt er nichts. 

Tag 7 Heute besuchen wir wieder unseren Ansprechpartner beim Tourismus Office, anschliessend fahren wir nochmals zur CAA zum Flughafen. Small Talk, Gesichtswäsche und natürlich möchten wir wissen, ob die Zuständigen miteinander schon telefoniert haben und was da so rausgekommen ist. Nein, die haben noch nicht miteinander telefoniert, aber "soon oder tomorrow" wird uns beteuert. War uns schon klar, dass das nicht so schnell geht, schliesslich haben die Leute hier, ähnlich wie in Ghana, ein anderes Zeitgefühl als wir.

In Banjul besuchen wir den Albert Market. Dort gibts so ziemlich alles zu kaufen, was man zum Leben braucht und einiges mehr. Wir finden auch, wonach wir seit Tagen verzweifelt suchen -  nämlich eine warme rote Wollhaube für Thomas. Denn erstens ist jetzt Winterzeit in Gambia, es hat nur 30 Grad und zweitens und viel wichtiger, wer als Mann in Gambia was auf sich hält und im Trend liegen möchte, trägt eine Wollhaube. Am besten in rot und bei Nacht setzt man dazu noch eine Sonnebrille auf, dann ist Mann ganz cool.

 

Ich hätte noch gerne länger gestöbert auf dem Markt. Aber ich bin ja mit zwei Männern unterwegs, denn unser Guide Kevin ist auch dabei. So wie die beiden gerade dreinschauen, haben sie was gemeinsam, die europäischen und die afrikanischen Männer: sie können einer Shoppingtour wenig bis gar nichts abgewinnen !

 

Kevin schlägt einen Barbesuch vor, direkt am Markt am Strand. Ein Tisch, eine Bank, ein gutes kaltes JelBrew und die Füsse im Meer. Wir sehen den Schmugglern zu, die gerade mit einem kleinen Boot nach Senegal fahren, beobachten die Fischer, wie sie im Wasser stehen und gekonnt ihre Netze werfen, sehen den Möwen zu, die hoffen, vom Fischfang den einen oder anderen kleinen Fisch abzubekommen und zeitweise kommt mir der Gedanke, so wie jetzt gerade, hier zu bleiben und einfach nicht mehr nach Wien zurückzufahren.

    

Tag 8 Thomas führt nochmals ein paar Telefonate mit unseren Ansprechpartnern hier vor Ort. Unsere selbst gefertigten Gambia Karten sind mittlerweile sehr ausführlich geworden. Wir haben gute Gespräche gehabt, schriftliche Angebote von jenen Hotels in der Tasche, die unseren Vorstellungen entsprechen. Ich denke, wir haben unsere Arbeit gut gemacht, Uschi und Wuzi werden zufrieden mit uns sein.
Ein letztes Mal das Meer sehen, ein letztes Mal ins Pool springen. Der Bus für den Transfer zum Flughafen wartet schon vor dem Hotel. Alle sind da, bis auf die alte Dame die sich wahrscheinlich noch ein letztes Mal mit einem Gambier vergnügt.

Am Flughafen werden wir persönlich von der Dame vom Check in vom Flughafenbeisl abgeholt und ins Flugzeug begleitet. Nein, nicht weil wir so wichtig sind, sondern weil wir den Flieger verpassen, wenn wir uns nicht endlich zum Flieger bewegen und einsteigen. Na gut, wir haben es zumindest versucht, wir wollten nicht nach Hause ! 

 

Noch ein paar Infos:

Internet und W-Lan gibt es in jedem Hotel
Internetcafes gibt es an jedem Hauseck
Telefonieren mit dem Handy: Es gibt derzeit noch keine Kooperation zwischen Gambia und Österreichischen Anbietern. Man kann sich ein entsperrtes Handy mitnehmen und vor Ort eine Wertkarte um wenig Geld kaufen.
In den Hotelanlagen gibt es rund um die Uhr Securities
Die Preise zum Essen in den Restaurants sind vergleichbar mit unseren Preisen
Gelbe Taxis sind die für die Einheimischen.
Grüne Taxis sind für Touristen und sehr empfehlenswert.
Es ist sinnvoller, sich ein Taxi anstatt eines Miewagens zu nehmen, kostet das selbe und die Taxifahrer sind sehr hilfsbereit, erklären-wenn man sie fragt, passen auf die Sachen im Auto auf und in entlegenen Gebieten tut man ganz gut daran, sich einen Einheimischen mitzunehmen. Erstens, fühlt man sich sicherer und zweitens wird man dann beim Bezahlen nicht geprellt.
Ein Bier kostet zwischen 30 und 40 Dalasi, also ca. 1 EUR.
Handeln auf Märkten ist üblich, ausserdem ist es üblich, dass der Käufer als erstes den Preis vorschlägt, den er zu zahlen bereit ist.
Wenig Handels-Spielraum gibts bei grünen Taxis, hier gibt es offizielle Preislisten.
Trinkgeld ist üblich im Restaurant, allerdings wissen die Kellner noch nicht, dass die Höhe des Trinkgeldes vom Service abhängt. Sie glauben, wir geben Geld, weil wir sowieso genug davon haben - welch ein Irrtum !

"Malarien", also die Stechmücken, gibts in der Dämmerung. An der Küste weniger als im Landesinneren, weil an der Küste doch immer eine Brise Wind weht. Am besten sorgt man vor, indem man sich nicht stechen lässt !
Wir haben auf chemische Malariaprophylaxe (Medikamente) verzichtet, mit einem teuren Anti-Malarien-Spray aus dem Institut für Tropenmedizin vorgesorgt und uns in der Dämmerung und beim Abendessen damit eingesprüht. (Wahrscheinlich tuts auch ein billiges). Wirkt gut, keine Stiche abbekommen. Zusätzlich kann man v.a. in der Dämmerung die Klimaanlage im Zimmer aktivieren, denn die Malarien fliegen nicht vom Warmen ins Kalte.

Die Sache mit dem Visum für Österreichisch Staatsbürger ist noch nicht ganz geklärt. Die Botschaft in Wien sagt, ja - Visum erforderlich, am Flughafen in The Gambia wird uns gesagt - nicht erforderlich.
Nachdem das Visum 35 EUR kostet und innerhalb von 10 Minuten in Wien erledigt ist, schadet es nicht, eines zu haben. Vielleicht erspart es das Ausfüllen von Formularen bei der Ankunft. Und wer steht schon gerne Schlange am Flughafen bei der Ankunft ?
Visum für Deutsche Staatsbürger: Soweit wir derzeit wissen, ist kein Visum erforderlich. Wir halten Euch am Laufenden.    
 

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