Aufgrund
einiger Beschwerden die mehr oder weniger direkt an uns gingen, hier ein
Statement der Pink zu den Campinggebühren in Klatovy.
Eigentlich ist es schade, dass eine minimale Gebühr wie 15,-- Euro/Monat ein
solches Aufsehen erregt und von sehr vielen Campern nicht bezahlt wird.
Vielleicht hilft dieser Auszug eines Briefes, der an einen aufgebrachten
Springer ging:
...
Eine kurze Darstellung der Situation:
Hier am Flugplatz sind mit verschiedenen Geschäftsbereichen
verschiedene Unternehmen tätig.
Zum Beispiel
1) der Flugplatz Klatovy, betrieben durch den Aero
Club Klatovy hat die Aufgabe die Einrichtungen den Flugplatzes wie Hangar,
Piste, Pink Haus, Toiletten usw. in Stand zu halten.
2) Pink Aviation s.r.o., dies ist die
tschechische Tochter unserer wiener Pink Aviation und mietet das Flugzeug von
dieser an.
3) IPPC, führt das Manifest und versucht den
Flugplatzhalter und die beiden Pink Aviations dorthingehend zu motivieren,
dass diese für die IPPC Mitglieder bestmögliche Voraussetzungen schaffen.
Entsprechend der Aufteilung der verschiedenen Tätigkeiten
ist auch die Aufteilung der Kosten. Beginnen wir wieder bei
1) der Aero Club erhält Geld aus dem Betrieb
Landegebühren abhängig von der Anzahl der Landungen. Das heisst, je mehr
gesprungen wird, umso mehr Geld für Flugplatz und Toiletten.
2) wird nach Flugzeit abgerechnet. Die Kosten
ergeben sich aus den kalkulierten Betriebskosten der Skyvan. Mit diesem Geld
werden Piloten, die Wartung und die Betriebskosten bezahlt und Rücklagen
für unerwartete Ereignisse und eventuelle Neuanschaffungen gebildet.
3) der IPPC kalkuliert die Sprungtickets. Hierbei
wird so vorgegangen, dass die Wenigspringer wie z.B. einzelne
Tandempassagiere, die Vielspringer, wie z.B. VIP Mitglieder subventionieren.
Die VIP Mitgliedschaft ist als ein Rabattsystem zu verstehen, dass
progressiver wirkt als Ticketblocks. Das heisst: SehrvielSpringer springen
unterm Strich sehr viel günstiger; viel Springer zahlen etwas mehr.
VIP Mitgliedschaft bezieht sich also nur auf das
Springen.
Kommen wir nocheinmal zurück zum Flugplatz.
Klatovy wird als Campingplatz immer beliebter. Immer öfter können wir
beobachten, dass Leute nur ein paar wenige Sprünge machen und eine lange Zeit
hier bei uns verbringen. Dies belastet natürlich die Sauberkeit der sanitären
Einrichtungen und erhöht die Wartungskosten derselben. Und genau aus diesem
Grund gibt es eine Gebühr für Campierer. Wohnwagenbesitzer steht noch die
Infrastruktur der Elektrik zur Verfügung, die auch gerne genutzt wird. Daraus
entstehen natürlich auch Kosten. Zum Beispiel Stromkosten nur für Campierer
ohne Flugplatzgebäude und PINK Haus 2002: 4863,-- Euro. Einen Teil dieser
Kosten wollen wir eben über diese Camping-Gebühr (von 15,-- Euro/Monat) herein
bekommen. Irgendwo her muss es ja kommen, das E-Werk will Kohle sehen!
Da wir immer mehr in Richtung Kostenwahrheit drängen
wird sich diese Gebühr nächstes Jahr sicherlich deutlich erhöhen, womit wir
aber immer noch der billigste Campingplatz Europas sind.
Keine Angst, die Subvention der Sprungpreise für
Vielspringer durch Tandempassagiere bleibt weiterhin aufrecht und wird
vorangetrieben.
Betreffend der Toiletten muss ich dir leider Recht
geben. Tatsächlich war es am Wochenende so, dass diese teilweise unter jeder
Kritik waren obwohl sie drei mal täglich gereinigt wurden. Dass diese
Reinigung stattfand wurde durch uns verifiziert. Allerdings war der Zeitplan
dafür noch suboptimal. Leider war das Timing der Toilettenbenützer so, dass
unmittelbar nach der Reinigung offensichtlich die größten Schweine scheissen
gingen. Wie gesagt, wir optimieren und versuchen auch, unsere Springerkollegen
zu etwas zivilisierterer Toilettenbenützung zu bewegen.
Thema Toilettenpapier: auch hier muss ich dir
leider Recht geben. Der Nachschub funktionierte zögerlich, weil der Verbrauch
unterschätzt wurde. Wir hatten 83 springende Springer am Platz und von
Freitag Mittag bis Sonntag Abend 74 Rollen Toilettenpapier in die Häuseln
verteilt. Wieder ein Argument mehr, um von nicht- und wenigspringenden
Campierern eine Kostendeckung zu fordern.