Big-Way-Skysurfing Big-Way-Skysurfing

In letzter Zeit erreichte unser Sport, das »Skysurfen«, mehr und mehr an Popularität. Viele Skysurfer haben schon versucht, »das Brett über den Himmel zu surfen«. Skysurfen wurde zur Wettberwerbsdisziplin und damit auch zu einem Teamsport. Ein Kamera-Flyer und ein Surfer zeigen zusammen ihre Bewegungsabläufe und fühlen »die Freiheit am Himmel«.

In den letzten Jahren verbesserte sich ständig das Wissen und die Erfahrung und nun wurde ein Level erreicht, der es erlaubt, in praktisch jeder Position zu fliegen. Man kann sogar zusammen mit anderen Skysurfern fliegen bzw. um diese herum fliegen, so wie die »Freeflyer«, eben nur mit einem Brett an den Füßen.

Aber es braucht praktische Erfahrung und Zeit, um alle Bewegungen ausführen zu können, nahe beieinander zu bleiben und zu registrieren, was der Partner macht - und dabei Spaß zu haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du ein großes oder ein kleines Board hast, nur ein »Stück Holz« an den Beinen, ein Snowboard oder ein »Super-Carbon High-tech-board«. Es ist viel wichtiger, daß Du Dich wohlfühlst und das Du Dein Board kontrollieren kannst, bevor Du beginnst, 2er- oder größere Formationen zu fliegen. Sicherheit steht an erster Stelle! Viele Springer unterschätzen die Geschwindigkeit auf einem Surfboard und die Tatsache, daß man sich dabei verletzten kann.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um mit dem »Big-way Skysurfen« zu beginnen. Ein ausführliches Bodenbriefing macht es sehr viel einfacher. Besprecht zusammen den Exit, das Programm, die Einleitung der Schirmöffnung usw. Ein gutes Briefing hilft Euch, mehr Spaß und Erfolg zu haben.

Ebenfalls von Vorteil ist ein größeres Flugzeug. Ihr habt mehr Platz in der Tür um die Griffe zu setzen und könnt außerdem aufrecht stehen. Gebt ein klares Exitkommando, damit Ihr wirklich zugleich das Flugzeug verlassen könnt und um Spannung auf den Griffen zu vermeiden. Während des Freifalls ist es wichtig, ständig Augenkontakt zu halten. Beobachtet, was Euer Partner macht und arbeitet zusammen.

Wenn Ihr Spannung auf einem 2-way-Griff fühlt und Ihr beginnt Euch, um Euch herum zu drehen, stellt euch aufrecht auf das Brett und arbeitet in die entgegengesetzte Richtung. Das wird die Bewegung stoppen. Wenn die Spannung zu groß wird, laßt einfach aus und »trackt« in den Mittelpunkt zwischen die anderen Skysurfer.

Wenn Ihr den Level verliert und höher gehen müßt, bringt den Oberkörper und die Arme nach vor und das Board in einen 45° Winkel. Dadurch kriegt Ihr »Luft« und kommt wieder nach oben. Wenn Ihr zu hoch seid, nehmt die Arme nach innen und versucht, wieder nach unten zu gelangen. Es ist allerdings leichter, den Level nach ober zu korrigieren. Daher sollte der Surfer, der tiefer ist, versuchen, wieder nach obern zu kommen.

Es gibt viele Möglichkeiten zusammen zu fliegen. Probiert selber aus, was Euch am besten behagt. Zum Beispiel: Einige bringen die Boards in einen seitlichen Winkel und bewegen sich seitwärts, andere tracken um sich herum. Wieder andere bilden einen Kreis und setzen Griffe. Man kann auch seine Arme benützen, um vor- bzw. rückwärts zu fliegen.

Sehr wichtig ist eine gute Separation am Ende des Sprunges. Der erste Surfer sollte in 1.400m seinen Schirm öffnen, der Rest der Gruppe trackt weg und öffnet die Schirme zwischen 1.200m und 1.000m. Dadurch habt Ihr genug vertikalen und horizontalen Abstand.

Es bedarf schon einiger Sprünge, bis Ihr in der Lage seid, um andere herum zu fliegen bzw. alle Manöver auszuführen. Aber gebt nicht auf – es macht wirklich viel Spaß! Lernt, Euer Board zu kontrollieren und in der Gruppe zu fliegen, dann spürt Ihr »den Geist des Skysurfens«.

All das sind nur einige Möglichkeiten, wie der Skysurfer seine »Spielwiese« erweitern kann. Ich hoffe, dadurch machen Euch Euere Sprünge noch mehr Spaß.

Free surf it up!

Oliver Furrer

www.POSX.com


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