Das Konzept und die Durchführung von "Head Down" Tandemfallschirmsprüngen hat sich quer über Amerika verbreitet. Die Hersteller von Tandemsystemen, RWS, Strong Enterprises und Stunts Adventures haben sich darüber unterhalten und sind übereinstimmend zu dem Schluß gekommen, daß "Head Down" springen mit einer Tandemausrüstung gefährlich ist und die Tandemschirme nicht dafür entwickelt und gebaut wurden.
Tandempiloten haben nicht das Recht, den Tandemsprung aus eigener Langeweile oder weil der Passagier ein noch aufregenderes Erlebnis wünscht aufregender zu gestalten. Der Passagier wird die zusätzlichen Gefahren nicht verstehen, selbst wenn der TM bereit ist, das Risiko auf sich zu nehmen.
Bitte stelle Dir folgende Fragen:
1. Weißt Du, wie schnell Du unterwegs bist?
2. Ist die Ausrüstung darauf ausgelegt, eine unbeabsichtigte Schirmöffnung in der
"Head Down" Position auszuhalten?
3. Ist Dein Körper in der Lage, den Öffnungsschock bei einer unbeabsichtigten
Reserveöffnung in der "Head Down" Position auszuhalten?
4. Meinst Du nicht, daß Deine Beine eine gute Chance haben, sich mit den Leinen bei einer
Reserveöffnung im "Head Down" oder mit den Leinen des Hauptschirms bei einer
"Out of Sequence" Öffnung zu verwickeln?
5. Weißt Du, daß Du die Chancen Dein "Drogue Bridle" zu reißen erhöhst?
6. Ist "Head Down" eine Trainingsmethode für Einsteiger in den Sport?
Hier sind die Antworten auf diese Fragen:
1. Die Geschwindigkeit ist von Paar zu Paar unterschiedlich und wurde noch nicht genau
festgestellt. Einige glauben, die Geschwindigkeit liegt bei 180 mph, andere sagen, sie
liegt bei 300 mph. Bedenke, daß bei 250 mph der Bereich für "Test-Dummy"
Abwürfe beginnt. Sport Tandemsysteme sind dafür nicht konstruiert.
2. Eine unbeabsichtigte Öffnung der Reserve in der "Head Down" Position ist der
Beginn von allen Arten von Problemen. Bei "Head Down" Geschwindigkeit wird die
Öffnung hart sein. Obwohl die Tandemausrüstung bestimmte FAA-TSO Bedingungen erfüllen
muß, wurde sie nie in der extremen Situation des "Head Down" getestet. Eine
asymmetrische Belastung der Kappe, Riser und Tragegurte kann immer vorkommen. Du und Dein
Passagier sind gerade "Test Dummies" geworden. Ist sich Dein Passagier dessen
bewußt?
3. Hält Dein Körper die Belastungen einer Reserveöffnung in der "Head Down"
Position aus? Alles was wir dazu sagen können ist, daß wir Freunde hatten, die sich bei
einer unbeabsichtigten Schirmöffnung am Soloschirm das Genick gebrochen habe. Bei einem
Tandem sind die Folgen sicherlich noch schlimmer. Wir wagen zu behaupten, daß jemand
verletzt oder getötet wird, sowie es das erste mal passiert.
4. Die Füße haben eine sehr gute Chance, mit dem Drogue und dem Bridle, der
Reservefeder, Bridle oder Freebag oder den öffnenden Leinen einer Kappe verwickelt zu
werden. Bedenke, daß 8 Tandempaare durch "Out-of-sequence" Öffnungen, die
durch unvorhergesehene Hauptschirmöffnungen verursacht wurden, getötet worden sind. Ist
sich Dein Passagier dieser Gefahr bewußt?
5. Den Drogue bei hoher Geschwindigkeit zu setzen, erhöht das Risiko, daß das Drogue
Bridle reißt oder schneller beschädigt wird. Ein spätes Setzen des Drogue bedeutet
weniger Zeit um abzubremsen und härtere Öffnungen am Hauptschirm. Wenn Du Besitzer
dieses Systems bist, mußt Du früher neue Kappen, Riser, Drogue und andere Ersatzteile
kaufen.
6. "Head Down" ist weder als Schulungsmethode geeignet, noch ist es mit
Tandemausrüstung akzeptable.
Beachte: Wenn eine Technik nicht im Tandem Manual angeführt ist, ist sie vermutlich nicht zugelassen. Setze Dich immer mit dem Hersteller in Verbindung, wenn Du etwas außerhalb eines normalen Tandemsprung planst.
Wenn Dich Tandemspringen langweilt, hast Du eindeutig dazu die falsche Einstellung. Beschäftige Dich mit den Störungen beim Tandemspringen. Das sollte Dich mindestens 50 Sek./Sprung beschäftigen. Tandem ist ein verantwortungsvoller Job und wenn er richtig gemacht wird, alles andere als langweilig. Wenn Du heute die 29 toten Tandemmaster befragen könntest, garantieren wir Dir, daß sie keine Langeweile bei Ihrem letzten Sprung hatten. Fehleinschätzung bleibt weiter der Nummer 1 Killer in unserem Sport. "Head Down" wird nicht toleriert und Deine Tandemberechtigung wird außer Kraft gesetzt oder aufgehoben wenn Du es weiter betreibst.
Die Kreativität von jemanden nicht zu beschränken kann im Zusammenhang mit Tandem nicht akzeptiert werden. RWS und Strong Enterprises geben jedes Jahr Tausende von Dollars aus, um das Recht jedes TM, in den Vereinigten Staaten zu springen, zu verteidigen. Als TM bist Du der Vertreter des Herstellers.
Sei verantwortlich, triff gute Entscheidungen und lebe länger.
Relative Workshop Bill Booth & T:K. Donle
Strong Enterprises Ted Strong & Bill Morrissey
Stunts Adventure Equipment Mark "Shoobie" Knutson
Springen aus der Pink Skyvan * Tandemspringen und Fallschirmausbildung * Ballonfahren * Skystunts.com * e-mail an office@pink.at
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