Eine, auch in meinen Augen, gefährliche Entwicklung veranlasste
die USPA (United States Parachute Association) Ende August dazu, eine
Sicherheitsmitteilung an alle Safety & Training Advisors und Group Member
Sprungplätze herauszugeben. Diese Mitteilung ruft alle Springer dazu auf, aktiv
gegen den Trend von mehr und mehr Kappenkollisionen mitzuwirken.
Ich möchte mich dem anschließen! Doch es beginnt nicht erst am offenen Schirm.
Bereits eine perfekte Separation kann Leben retten. Die Schirmöffnung und die
Sekunden danach sind der erste kritische Punkt für Kappenkollisionen. Eine
geöffnete Steuerleine, eingedreht oder sonst ein, vielleicht recht kleines
Problem, dass den Schirm nicht steuerbar macht kann dann zu Problemen führen,
wenn nicht genug Sicherheitsabstand zu den anderen Springern vorhanden ist.
Eine Schirmfahrt will geplant sein und doch scheint es so, als ob viele Springer
einfach auf gut Glück durch die Gegend fliegen, den Landeanflug vollkommen
verpeilen und dann viel zu hoch direkt über ihrem Ziel hängen und nicht ein
noch aus wissen. Mit S-Kurven wird dann Höhe abgebaut, vielleicht noch eine 360
Grad Kurve genau dort, wo alle anderen schon ihren Endanflug planen. Immer das
Ziel vor Augen, hinter mir die Sintflut.
Landeanflug und Landung sind sicher der zweite kritische Punkt für
Kappenkollisionen. Vorausschauend fliegen und Augen auf am Schirm können
kritische Situationen vermeiden. Gerade auf Sprungplätzen mit großen
Landeflächen fällt es immer wieder auf, dass alle am selben Punkt landen
wollen. Der Luftraum über der Landezone ist entsprechend überfüllt, wenn
einer auch nur den geringsten Fehler macht kann das zu schweren Unfällen
führen. Nutzt den ganzen Platz, schaut wo die anderen sind, fliegt
voraussschauend und mit Plan, so dass auch die anderen Springer wissen, was ihr
vorhabt. Kappenkollisionen sind unangenehm. Nicht nur für die Betroffenen, die
sie in vielen Fällen nicht überleben, sondern auch für alle, die sie
mitansehen müssen. Und sie sind leicht zu vermeiden.
Viele von euch gehen jetzt in die Winterpause und kommen erst im Frühling
wieder in den Sport zurück. Gerade nach längeren Pausen braucht man wieder ein
paar Sprünge um sich an seinen Schirm zu gewöhnen. Gönnt euch diese Zeit,
macht ein paar Sprünge allein oder in kleineren Gruppen, zieht höher und
vorallem macht euch einen Plan und haltet euch auch daran. Damit wir dem Trend
zu Unfällen an tragenden Kappen wieder entgegenwirken!
Kaum zu glauben, aber nächstes Jahr feiern wir 25 Jahre Pink
Skyvan in Europa!
Das Wochenende vom 31. März bis 3. April 2011 ist das Jubiläumswochenende in
Klatovy. Wir freuen uns, wenn ihr mit uns feiert!
Wir sind übrigens noch auf der Suche nach schönen Fotos aus den Anfangsjahren.
Wer irgendwo noch welche herauskramt und sie einscannt kann sie mir gerne
schicken! Natürlich freuen wir uns auch über Geschichten, Anekdoten,
Erlebnisse,... über euren ersten Pink Boogie oder besondere Ereignisse mit der
Pink.
Viel Spaß mit dieser Ausgabe der Pink News
Uschi Iragorri
uschi@pink.at
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