Ein Text von John Le Blanc, www.performancedesigns.com Aus dem Englischen von Uschi Wagner
A. Lerne, wann du "nein" zu einem aggressiven Anflug sagen sollst.
1) Wenn zu viel Verkehr herrscht. Egal ob am Boden oder in der Luft.
2) Wenn du in einem unbekannten Gebiet landest
3) Wenn die Wettersituation nicht danach ist.
4) Wenn du verärgert, müde oder nicht zufrieden über deinen Freifall bist.
5) Bleibe auf der sicheren Seite! Du kannst diesen Anflug auch bei einem
späteren Sprung, bei dem die Verhältnisse besser sind machen.
B. Auch wenn du eher konservative Anflüge machst, probiere einen geraden
Anflug und verwende die vorderen Haupttragegurte ein wenig.
Versichere dich, das deine Kappe sehr stabil fliegt. Ziehe deine vorderen
Haupttragegurte 2 bis 7 Zentimeter nach unten und du wirst merken, dass dein
Anflug schneller wird. Gewöhne dich an die höhere Geschwindigkeit und du wirst
auf unvorhergesehene Situationen besser reagieren können.
C. Versichere dich, dass die Methode, die du anwenden willst auch mit dem
Flugverhalten deiner Hauptkappe zusammenpasst.
Manche Schirme haben sehr ungewöhnliche Flugeigenschaften und es kann hunderte
von Sprüngen brauchen, bis du alle kennst. Probiere diese Flugeigenschaften hoch
oben und weit weg von anderen Springern aus. Manche Schirme können bei
bestimmten Techniken unstabil werden.
D. Übe aggressive gerade Anflüge für einige Zeit bevor du mit "gekurvten"
Anflügen beginnst.
Viele Leute arbeiten nicht lange genug an ihrer Anflug-Planung und an ihrer
Flare-Technik bei geraden Anflügen bevor sie aggressive gekurvte Anflüge
ausprobieren. Viele tendieren dazu, zu spät, dann aber über zu reagieren. Das
verkürzt die Distanz die beim Swoop zurück gelegt wird und zeigt, dass der
Springer über sein Sicherheits-Limit gekommen ist.
G. Verstehe das Konzept der "Ecke" und halte dich davon fern.
Unter der Ecke versteht man die Flugänderung von dem vertikalen Sinken in den
horizontalen Swoop. Fliege diese Ecke so rund wie möglich (ein großer Radius der
höher begonnen wird ist sicherer als ein kleiner scharfer der zu niedrig
begonnen wurde).
1. Wenn die natürliche Tendenz deines Schirms ist, dass er sich auslevelt ohne, dass du deine Steuerleinen benutzen musst, dann warst du bei deiner Drehung sehr hoch. Das ist eine sichere Methode.
2. Wenn du deine Steuerleinen nach unten ziehen musst um aus dem Sinken heraus zu kommen, dann warst du zu tief (natürlich ist das Ziehen an den Steuerschlaufen in dieser Situation besser den Boden zu treffen). Das große Problem dabei ist, dass viele Springer das nicht als ein Zeichen von schlechtem Fliegen sehen und nicht verstehen, wie gefährlich das wirklich ist.
3. Wie du sehen kannst, ist das Maß für einen sicheren Swoop wie wenig du deine Steuerleinen benutzen musst um in einen normalen Gleitwinkel für deinen Anflug zu kommen. Wenn du zu steil bist, dann sehe das als eine Warnung an, das du alles höher machen musst. Eine kleiner Kurve hilft auch um den Winkel nicht zu steil werden zu lassen.
4. Wenn du merkst, dass du die Steuerleinen stark ziehen musst und du zu tief bist, kann das ein Zeichen sein, dass deine Erfahrung noch nicht ausreicht um diesen bestimmten Anflug mit diesem bestimmten Schirm zu fliegen und um die Situation richtig zu erkennen und danach zu handeln. Wenn deine Erfahrung ausreichend sein würde, hättest du deine Steuerleinen früher und nicht so stark gezogen. Dieses Können zu erweitern geht Hand in Hand mit einer besseren Anflug-Planung. Wahrscheinlich würde ein flacherer Anflug helfen!
A. Wenn du mit gekurvten Anflügen beginnst, starte mit einer hohen Höhe und einer geringen Kurve
1) Versichere dich, dass du hoch genug mit deiner Drehung beginnst um eine "Kurve mit großem Höhenverlust" sicher zu beenden. Dann beginne die Drehung und benutze die Technik bei großem Höhenverlust. Mache eine Drehung mit großem Radius.
2) Beobachte den Höhenverlust während du drehst. Wenn du findest, dass du deine Sicherheits-Höhe unterschreitest, verändere deine Drehung so, dass du weniger Höhe verlierst. Das du sehr hoch beginnst, den Dreh-Radius groß hältst und verschiedene Techniken des Kurvens beherrscht gibt dir viel Sicherheit.
3) Wenn du Zweifel hast, dass deine Höhe genügend Platz für eine "Kurve mit großem Höhenverlust" lässt, verschwende deinen Sicherheitspolster nicht indem du eine Kurve mit den vorderen Haupttragegurten beginnst. Wähle eine andere Dreh-Methode um deinen Sicherheitspolster aufrecht zu erhalten. Wenn du während der Drehung feststellst, dass du noch immer zu viel Höhe verlierst, dann ändere einfach noch einmal deine Methode oder stoppe die Drehung. Bedenke immer alle Möglichkeiten die du hast!
B. Vermeide die tiefe Drehung! Wenn es so aussieht, als ob du mit einer Drehung die einen niedrigen Höhenverlust hat beginnen musst um zu überleben, drehe nicht! Es würde sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem Unfall enden. Wenn du denkst du kannst eine Drehung ohne einen Sicherheitspolster beginnen, irrst du dich und überschätzt deine Fähigkeiten. Warum? Wenn du wirklich so gut bist, wieso hast du dich dann in eine solche Situation gebracht? Beurteile deine Anflug-Planung nicht als gut, nur weil du selbstständig von deinem Landeort weg gehen konntest!
C. Vermeide immer nur eine Methode für die Drehung zu benutzen die eine
exakte Ausgangshöhe für eine erfolgreiche Drehung benötigt.
Eine Technik zu bevorzugen, speziell eine die eine schnelle Steuerleinen-Drehung
in niedriger Höhe beinhaltet kann sehr gefährlich werden. Weil die Kappe immer
in gleicher Weise aus dem Sinken herauskommt muss die Drehung immer in der
exakten Höhe begonnen werden ein perfektes Erkennen der Situation ist
erforderlich. Niemand kann immer perfekt sein!
D. Wichtigster Punkt wenn du es vergeigt hast: Stoppe die Drehung!
Wenn du merkst, dass du zu tief bist, dann stoppe die Drehung! Versuche die Kappe parallel zur
Erdoberfläche zu bekommen und hör nicht auf zu flaren. Gib nicht auf und halte
die Steuerleinen in der besten Position während dem Aufschlag.
A. Höhenkontrolle ist der Schlüssel zu Null-Wind-Landungen.
Es ist nicht so wichtig in einer bestimmten genauen Höhe zu sein wenn du den
Flare beginnst, es ist wichtig wie hoch du den Flare beendest. Du solltest den
Flare so beenden, dass du kein Sinken mehr hast wenn du den Boden berührst.
B. Die Geschwindigkeit mit der du die Steuerleinen nach unten ziehst ist
genauso wichtig wie wie weit du sie nach unten ziehst.
Wenn du nach einem konservativen Anflug flarest, solltest du die Steuerleinen
rasch nach unten ziehen, damit der Schirm ausleveln kann. Wenn du sie zu langsam
nach unten ziehst, kann dass ein schnelleres Sinken verursachen. Bei einem
schnelleren Endanflug werden die Steuerleinen üblicherweise langsamer nach unten
gezogen um ein schnelles steigen der Kappe zu verhindern.
C. Für die beste Landung verlagere dein Gewicht langsam vom Gurtzeug auf den
Boden.
Wenn du kein Sinken mehr hast und deine Füße auf Bodenhöhe sind, dann drücke
deine Füße gleichmäßig gegen den Boden während du noch immer im Gurtzeug sitzt.
Mit dem ersten Schritt nimmst du ein wenig Gewicht aus dem Gurtzeug, mit dem
Zweiten etwas mehr usw. Du kannst das allerdings nicht machen, wenn du zu hoch
bist und eine Füße den Boden nicht erreichen! Außerdem musst du die ganze Zeit
über eine adäquate Fluggeschwindigkeit beibehalten. Keine Kappe und kein Flügel
kann dich ohne Vorwärtsgeschwindigkeit tragen!
D. Sei vorsichtig beim Benutzen deiner Hände oder Arme um deinen Körper
während dem Flare oder der Landung zu schützen.
Der Schirm reagiert auf jede Bewegung der Steuerleinen oder Gewichtsverlagerung
im Gurtzeug. Beachte folgende Fehler:
1) Eine Steuerleine bei der Landung lockern.
Das ist eine Gleichgewichts-Falle. Wenn du einen Arm ausstreckst um das
Gleichgewicht zu halten, kann das den Schirm in eine Drehung bringen.
2) Einen Arm ausstrecken um dich zu schützen.
Das ist eine Schutz-Falle. Wenn du einen Arm ausstreckst um dich zu schützen
(abzustützen) wirst du den Schirm dorthin lenken.
3) Beide Steuerleinen nachlassen und hart mit den Füßen aufkommen.
Das passiert häufig wenn man eine harte Landung erwartet. Wenn du hart mit den
Füßen aufkommst erhöht das nur den Schmerz. Normalerweise kommt noch ein
nachlassen der Steuerleinen dazu, was zu einem schnelleren Sinken der Kappe
führt.
4) Gegen den Wind ankämpfen.
Manchmal passiert es, dass Springer eine Steuerleine los lassen und die andere
fest nach unten ziehen in der Erwartung, dass sie Schwierigkeiten haben werden
den Schirm bei hohen Windgeschwindigkeiten auf den Boden zu bekommen. Das kann
zu sehr schweren Unfällen führen. Versichere dich, dass du wirklich zuerst auf
dem Boden stehst, bevor du den Schirm auf den Boden legst.
5) Tunnel Blick
Obwohl wir unser Bestes tun um es zu vermeiden tendieren alle von uns dazu sich
eher auf den Anflug als auf unsere Umgebung zu konzentrieren. Besonders Swooper
und Zielspringer sind gefährdet! Versuche um dich zu schauen und andere Springer
und Gefahren zu erkennen!
6) Zu langsam, zu hoch, zu spät usw. geflared
Probiere und lerne in größeren Höhen. Beobachte Landungen anderer Springer und
deine eigenen auf Video!
A. Erkenne deine augenblicklichen Grenzen
B. Schaffe sichere Situationen für dich und andere
C. Werde wieder zu einem Schüler der Schirmfahrt
D. Viel Spaß!
+ Foto Pablo... kommt noch!!