Trieben 2001/02 - Bericht

Trieben 2001/2002

 

Alle Jahre wieder .. jaja, das Christkind war auch wieder da, aber genauso stand vom 22. Dezember bis am 6. Jänner Trieben in der Steiermark wieder im Zeichen der Pink, die verfrorene Springer der Sonne näherbrachte. Auch wenn’s nie wer glaubt, aber „oben“, auf 4400 m, ist es meistens wärmer als am Boden, und alle, die das nicht glauben, können supergeilen Sprüngen nachtrauern, da die Fernsicht gerade in Trieben eine der schönsten ist, die unser Sport zu bieten hat. Dafür hatte der Wettergott anfangs keine Einsehen mit unserem Verlangen ...

Bis zum 24., dem Christkind, war er uns hold, strahlend blauer Himmel, nur etwas wenig Springer – na ja, Loads mit 7 Springern an Board sind auch lustig. Aber dann, verlässt man die beheizte Pink, ärgert man sich über die Form der Erde – wäre sie nicht rund, könnte man die chinesische Mauer sehen. Und so wurden einfach lustige Sprünge gemacht, während sich am Boden Werner, der Wirt, immer darum kümmerte, dass der Hangar halbwegs warm war und das Bier kalt war. Und das war auch gut so – böse, böse Winterzeit, ließ es schon wieder um halb 5 finster werden.

Und dann zeigte sich Trieben von einer Seite, die ich von diesem Ort eigentlich nicht kenne – Nebel, Schnee, Wind, Eis, also definitiv kein Sprungwetter, zumindest vor 10 Uhr. Wen wundert es, dass sich das Sprunggeschehen an andere Orte verlagerte, sind doch in dieser Gegend einige BASE-Locations. Und so geschah es, dass schon um 6 Uhr in der Früh die Boliden angeworfen wurden, um solche Alternativ-Sprungplätze anzusteuern. Antennenloads gab es an die sieben, Brückenloads gab es auch, und sogar ein Schornsteinload war dabei – nämlich der Schornstein von Trieben ! Absetzhöhen waren immer so ca. 150 m. Soviel zum Thema „Morgenstund hat Sprünge im Mund“ – oder so. Und dann um 9, sehr zum Erstaunen der Wirtin, die ganze Meute wieder nach Trieben kam, um dann noch aus dem Flieger zu springen.

Zum Jahreswechsel wurde es wieder besser, Sylvester ging zum Springen, und inzwischen waren auch schon genug Springer hier, um die Pink in einer besseren Auslastung zu fliegen. Und so wurden die Einheimischen Zeugen, wie die winterweiße Landschaft unter dem stahlblauen Himmel von bunten Springern mit Ihren bunten Schirmen aufgewertet wurde – und alle immer mit einem Grinsen landeten, da ließ sich sogar der eine oder andere zu einem Tandem hinreißen. Und das neue Jahr wurde traditionell zuerst auf einer Hütte gefeiert, um dann beim Hangar eines der größten und schönsten Feuerwerke (Europas ??) betrachten zu können. Auch zwischenmenschliches blieb heuer nicht zu kurz, wie sich sicher einige erinnern können – oder war die Unmenge an Sekt daran schuld ??

Man sieht, vom gesellschaftlichen Aspekt war Trieben wieder ein voller Erfolg. Gesellschaftsspiele am Abend, der ja schon um 5 Uhr losging, Dank der Bewirtung vom Triebenerhof und der Triebener Pizzeria brauchte keiner Hunger zu leiden, und verdurstet ist schon gar keiner – auch wenn der eine oder andere sogar in der Sauna eingeschlafen ist.

Das neue Jahr – Prosit 2002 – ging besser los als das alte endete. Der obligate Neujahrssprung, und ab dem 3. Jänner ging’s eigentlich recht nett zum springen. Skyboards wurden gesehen, Freeflyer, Relativierer setzten Formationen in den Himmel, Tandems, es war eigentlich für jeden etwas vertreten. Ein deutscher Kollege war so fasziniert, dass er gleich nach dem Exit den Schirm auspackte – ok, war zwar nicht gewollt, aber so durfte er jedenfalls lange genug die imposante Bergwelt betrachten. Und als dann am 6. Jänner die Zelte abgebrochen wurden, denkt schon wieder der eine oder andere ans nächste Jahr.

Alles in allem, eigentlich ein gelungener Boogie, mit vielen Sprüngen, lustig war’s, Rodelpartien, einige gingen Schi fahren, abgenommen hab ich auch nicht, und ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Jahr wieder.

Wolf


Springen aus der Pink Skyvan * Tandemspringen und Fallschirmausbildung * Ballonfahren * Skystunts.com * e-mail an office@pink.at

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