Weltmeisterschaften Skysurfen Corowa/Australien 20. 30. Oktober 1999
(von Oliver Furrer)
Zwei Jahre nach den ersten Skysurf-Weltmeisterschaften anläßlich der 1st-Air-Games in der Türkei, trafen sie 19 der weltbesten Skysurf-Teams in Australien, um herauszufinden, wer der Beste ist. Ort der Handlung war Corowa/Australien. Hier fanden nun die 2ten Weltmeisterschaften in dieser Disziplin statt. Athleten aus der ganzen Welt kamen in diese kleine Stadt in New-South-Wales, um den neuen Weltmeister zu ermitteln.
Die Meisterschaften fanden direkt am Flugplatz Corowa statt. Das professionelle Sprungzentrum machte seine Sache gut, was Organisation und Unterkünfte betraf. Die Mahlzeiten und kleine Snacks wurden den Athleten und den Zuschauern in einem Erfrischungszelt inmitten der Dropzone offeriert. Die Team-Camps waren in einer Hufeisenform angeordnet und jede Nation hatte ihr eigenes Zelt. Der Bewerb wurde während der ganzen Zeit von nationalen und internationalen TV-Stationen aufgezeichnet und anschließend übertragen. Auch die lokale und internationale Presse war anwesend.
Das unbeständige Wetter spielte eine große Rolle während dieser Meisterschaften. Für die Teams war es manchmal schon schwierig, die Motivation hoch zu halten, da es immer wieder zu Unterbrechungen aufgrund des Wetters kam. Die Stand-Bys erstreckten sich gleich über mehrere Tage. Dieser Umstand bremste die Meisterschaft gehörig, für die Teams bedeutete das lange Tage mit ein- bis zwei Sprüngen.
Nach den ersten zwei Pflichtrunden führte der Russe Valery Rovoz zusammen mit seinem amerikanischem Videomann Cliff Burch. Das Team Perrsi-Pulse mit Oliver Furrer und Video Marcus Hegeli kamen auf den zweiten Platz vor dem französischem Team mit Eric Fradet und Video Alex Iodicce. Am vierten Platz landeten mit geringem abstand das Team Yahoo mit Stefan Klaus und Brian Rogers.
Das Bewertungssystem dieser Meisterschaft war ähnlich wie dem des World Cup in Portugal vom letzten Jahr. Trotzdem sah man die Teilnehmer mit großen Fragezeichen in ihren Augen herumlaufen. Es wurde eine Tabelle mit den Moves an jeden Teilnehmer ausgehändigt, auf der man ersehen konnte, wie die Schiedsrichter bewerten werden. Dieser Versuch, die Sache etwas durchsichtiger für die Wettkämpfer zu machen, hat nicht wirklich geholfen. Viele Teams waren überhaupt nicht mit der Bewertung einverstanden. Die Athleten fanden, daß die sehr persönlichen Techniken, die die Teams zeigten, eine zu große Rolle bei der Bewertung spielten.
Während des Bewerbes konnte man sehr unterschiedliche Techniken aber auch Erfahrungsstände beobachten. Das "Moscow Space Center Team" präsentierte saubere und schöne Bewegungsabläufe. Das Team Perris-Pulse bekam Punkte für die Schwierigkeiten und zeigte eine interessante und artistische Darbietung. Das Zusammenspiel zwischen Oliver und Marcus war nahezu fehlerlos und absolut synchronisiert.
Eric Fradet und Alex Iodicce zeigten ihre typischen, sehr schnell drehenden Techniken. Ihre Sprünge beinhalteten radikale Stops und viele "Power-Moves".
Nach einem sehr spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen (8 freie Ruden, 3 Pflicht-Runden), behielten die Russen mit Valrey Rovoz und Cliff Burch die Nase vorn vor Eric Fradet und Alex Iodicce, die die Silbermedaille erringen konnten. Die Bronzemedaille ging an Oliver Furrer und Marcus Heggli aus der Schweiz.
Der Bewerb war gekennzeichnet von einem enorm hohen Level. Wir alle sehen schon gespannt in die Zukunft, was die Teams dann zeigen werden.
Die Ergebnisse Corowa/Australien 1999:
1. Rußland Rovoz/Burch 901,6
2. Frankreich Fradet/Iodicce 892,2
3. Schweiz Furrer/Heggli 880,2
4. Schweiz Klaus/Rogers 851,4
5. Deutschland Glas/Böger 741,2
6. USA Briegs/Santos 707,8
7. Schweden Lind/Stomberg 691,1
8. Groß Britannien Gauge/Porter 662,7
9. Süd Afrika Roos/Peinke 644,0
Blue Sky Oliver Furrer
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