Schon mal eine Sonnenfinsternis im Freifall erlebt?

sonnf1.jpg (102360 Byte)Zunächst mal die notwendigen Daten, um so einen Mittagssprung, der eigentlich in der Dunkelheit stattfindet, planen zu können:
In Mittelösterreich reicht die Zone, in der die Finsternis länger als 2 Minuten dauert, von Ried - Wels im Norden nach Salzburg - Bad Ischl im Süden. Gmunden liegt auf der Zentrallinie. Das Verfahren wäre dann: von Klatovy nach Linz oder Wels, dort Zoll, Sprung in die Finsternis, Springer aufnehmen, und das Ganze zurück.
Der Mond bewegt sich mit 1 km pro Sekunde von Westen nach Osten (das ist die Richtung seiner Eigenbewegung) und über Gmunden ist die Totalität um ziemlich genau 10:42:30 UT (dies entspricht in unseren Breitengraden: ca. 12:42).

Soweit so gut, doch wie verwertet man diese trockenen Daten? Springt man, während es noch hell ist und erlebt die rasant einsetzende Dunkelheit im Freifall oder bereits am geöffneten Schirm? Sollte der Exit genau dann sein, wenn die Dunkelheit auf einen zurast? Oder, oder, oder....
Fragen über Fragen haben sich in den Tagen vor dem großen Ereignis gestellt, und wie löst man so ein Dilemma? Am besten man läßt jeden, der mitspringen möchte einfach selbst entscheiden.
Eine Stunde vor dem Abflug am 11. August haben sich die Springer zu einem Briefing getroffen. Es wurde eine Einweisung für den Gmundener Flugplatz gegeben, weiters wurde geklärt, wer sofort ziehen möchte, wer doch etwas Freifall genießen möchte, wie man sich bei einem quasi Nachtsprung verhält, wo man am besten in dem fremden Gelände eine Außenlandung macht, um auf jeden Fall die Sicherheit aller Springer gewährleisten zu können, und um mögliche unfallträchtige Faktoren zu vermeiden.sonnf3.jpg (173031 Byte)

Nach dem alle Fragen betreffend der Sicherheit geklärt waren, ging’s in Richtung Österreich.....22 gespannte Springer, die sich viel von diesem Ereignis erwarteten.....und leider noch ca. eine Stunde Flugzeit nach Gmunden.
Obwohl ich mit den restlichen Springern die Stellung in Klatovy hielt, und wir nur in der Randzone der Sonnenfinsternis waren, merkten wir, daß eine eigenartige Stimmung aufkam, als der Mond die Sonne immer mehr verdeckte. Um wieviel beeindruckender mußte da erst die Sonnenfinsternis in Gmunden sein?
Diese Frage beantwortete sich sofort, als die PINK aus Gmunden zurück kam, und die Springer wieder am Platz landeten: "Der beste Sprung meines Lebens!", "Der schönste Sprung, den ich jemals gemacht habe!", "Diesen Sprung werde ich nie vergessen!". Diese Meldungen kamen von 22 Springern, die allesamt ein nahezu unverschämtes Grinsen im Gesicht hatten und eine riesengroßeZufriedenheit ausstrahlten.
sonnf4.jpg (189361 Byte)Da einige Springer eine Kamera mit hatten, bekamen auch wir das Ereignis zu sehen...Tageslicht beim Exit und binnen weniger Sekunden schwarze "Nacht", in einiger Entfernung Wolken, die durch die Sonneneinstrahlung weiß beleuchtet waren und ständige Zwischenrufe "Ist das geil!", "Wahnsinn!". In der Packhalle herrschte trotz des Massenauflaufs absolutes Schweigen, denn jeder war von diesen unvergeßlichen Bildern fasziniert.

Dieses Video gibt es geschnitten bei inga.leschek@ freefly.com, Inga Leschek, A-1050 Wien, Embelgasse 5-7/8, Tel 0043 676 5111555 um DM 30,--/ATS 200,-- inkl. Versand.

 


Springen aus der Pink Skyvan * Tandemspringen und Fallschirmausbildung * Ballonfahren * Skystunts.com * e-mail an office@pink.at

bot="Script" endspan i-checksum="60570" bot="Script" endspan i-checksum="30872" bot="Script" endspan i-checksum="1338" bot="Script" endspan i-checksum="31932" bot="Script" endspan i-checksum="3342" bot="Script" endspan i-checksum="37552"